Winnenden und Kampfdrohnen - QR Code Friendly
Der 17-jährige Amokläufer von Winnenden hatte noch am Abend vor der Tat das Computerspiel "Far Cry 2" gespielt, bei dem der Spieler die Aufgabe hat, in einem fiktiven, afrikanisch erscheinenden Land einen skrupellosen Waffenhändler zu eliminieren.

Daraufhin setzte sich insbesondere der bayerische Innenminister, Joachim Hermann (CSU), massiv für ein Verbot von Video-Killerspielen ein, weil er einen direkten Zusammenhang mit real existierenden Gewalttaten sah.

Was für eine Riesenheuchelei! Warum? Weil unsere Bundesregierung jetzt die Anschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr in Erwägung zieht. Dabei sind diese Drohnen nichts Anderes als unbemannte Luftfahrzeuge, die automatisch über ein Computerprogramm gesteuert und so aus der Ferne gezielt Menschen und feindliche Einrichtungen zerstören können. Quasi Video-Killerspiel am PC und Angriffskrieg in der Realität in einem. Wo bleibt da die öffentliche Entrüstung über die unmoralischen und mörderischen Kampfdrohnen wie beim Amoklauf von Winnenden?

Roland Klose, Bad Fredeburg
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