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Wegen des Werbeverbots für Abtreibungen ist die Gießener Ärztin Kristina Hänel erneut von einem Gericht zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Dabei hatte sie auf ihrer Website lediglich über Schwangerschaftsabbrüche informiert, was aber laut Paragraph 219a StGB in Deutschland illegal und daher strafbar ist. Kurios, der rechtmäßig durchgeführte Schwangerschaftsabbruch ist legal, aber die informative Unterrichtung und Werbung darüber illegal.

Dagegen gilt das Werbeverbot im Vergleich zu den Schwangerschaftsabbrüchen n i c h t für die deutsche Rüstungsindustrie, die unter anderem Waffen für die Bundeswehr und den Kriegseinsatz produziert und zur kriegerischen Verwendung in die ganze Welt liefert. So bewirbt die Firma Rheinmetall völlig legal auf ihrer Website ihre Kriegswaffen für das Heer, die Marine und die Luftwaffe, obwohl damit viele Soldaten und Zivilisten auf unserer Erde gezielt verstümmelt und getötet werden. Welch ein Widerspruch! Die Ärztin Kristina Hänel wird wegen des Verstoßes gegen das Werbeverbot verurteilt und z. B. die Marketing-Abteilung von Rheinmetall darf ungestört weiter propagandistisch agieren. Warum, weil Waffen und Kriege Arbeitsplätze schaffen?

Roland Klose, Bad Fredeburg
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