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Zum 01.01.2005 hatte der damalige SPD-Bundeskanzler Gerd Schröder Hartz IV eingeführt und damit die SPD gespalten bzw. kurz- bis langfristig in die Bedeutungslosigkeit geführt. Weil es jetzt um die nackte Existenz der alten Dame SPD geht, will die SPD-Chefin Andrea "Pippi" Nahles fast 14 Jahre später Hartz IV abschaffen und durch ein Bürgergeld - weitgehend ohne Sanktionen - ersetzen. Bürgergeld statt Hartz IV - nur ein Etikettenschwindel? Genaues wissen wir noch nicht. Fest steht nur, das Bürgergeld soll höher als Hartz IV sein und durch das Entfallen von Sanktionsmaßnahmen soll der Druck von den Hartz-IV-Empfängern genommen werden.
 
Ist das der richtige Weg? Im Ansatz ja, wenn endlich wirklich das Prinzip "Fördern und Fordern" gilt. Hartzer wollen natürlich arbeiten, sehr oft sind sie aber durch eine sehr lange Arbeitslosenzeit dazu nicht mehr in der Lage. Warum? Weil sie durch die lange Arbeitslosigkeit und einen unstrukturierten Tagesablauf meist frustriert, resigniert und psychisch angeschlagen und/oder den Drogen und dem Alkohol verfallen sind. Hartz IV ist für viel zu viele längst zum Trauma ihres Lebens geworden, aus dem sie sich allein gar nicht mehr befreien können. Viele Hartzer leben deshalb nach dem Motto: Hartz IV und der Tag gehört dir. Nur zu dumm, wenn sie diesen lieben langen Tag nicht mehr positiv und kreativ mit Leben erfüllen können.

Was ist zu tun, damit die Hartzer trotzdem wieder erfolgreich  in den Arbeitsmarkt integriert werden können? Viele Hartz-IV-Empfänger brauchen keinen negativen Druck, sondern unbedingt eine Therapie oder psychologische Begleitung, die sie neu motivieren kann, eine geeignete Arbeitsstelle oder Berufung für ihr Leben zu finden, die sie wieder aus dem Sumpf von Hartz IV herausziehen kann. Es gibt doch in Deutschland momentan so viele unbesetzte Arbeitsstellen und fehlende Fachkräfte insbesondere im Handwerk und im Gesundheitswesen. Schaffen wir doch einfach Anreize für Hartzer, sich in diesen Mangelberufen umschulen zu lassen. Arbeitgeber bekommen Prämien, wenn sie Langzeitarbeitslose einstellen. Warum nicht auch Prämien für Hartzer, wenn sie sich in Mangelberufen umschulen lassen, ihren dementsprechenden Abschluss erfolgreich bestehen und danach eine vermittelte Arbeitsstelle mind. über ein Jahr lang besetzen und ausfüllen?

Alles viel zu teuer? Kann nicht sein, denn wir geben doch auch Unsummen für Sprachkurse, Schulbildung und die Ausbildung von Flüchtlingen aus. Motivieren und qualifizieren wir doch zuerst einmal unsere Hartz-IV-Empfänger. Auch sie haben ein Recht darauf, vollwertige Mitglieder unserer Gesellschaft zu sein. Sie werden es uns ewig danken. Hartz IV war gestern. An deren Stelle muss jetzt ein Bürgergeld incl. einem Umschulungsgeld mit motivierenden Erfolgsprämien treten. Das verstehe ich unter dem Prinzip "Fördern und Fordern". Wenn das die SPD schaffen sollte, dann können sie Hartz IV und Gerd Schröder endgültig vergessen machen.

Roland Klose, Bad Fredeburg

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