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Münchner Abendzeitung vom 29.11.2018, Bersenbrucker und Meller Kreisblatt, Neue Osnabrücker Zeitung und Meppener Tagespost vom 01.12.2018, Leserbriefseite, Titel: "Christkindlmarkt als Event-Game" und "Weihnachten nur noch online?"


Weihnachtsgeschäft 2018 in Deutschland. Experten schlagen Alarm. Warum? Immer mehr Menschen bestellen ihre Geschenke im Netz. Der boomende Online-Handel lässt Deutschlands Innenstädte ausbluten und veröden, während der Stickoxid- und CO2-Ausstoß wegen des täglichen Just-in-Time-Paketdienstes dramtisch zunimmt. Die Leerstände prägen zunehmend das Straßen- und Geschäftsbild - auch in der Adventszeit.

Wie soll das weitergehen? Findet das wahre Leben und Weihnachten demnächst nur noch online im Internet statt? Der Weihnachtsmann spricht zu den Kindern auf YouTube. Die Weihnachtsbotschaft nebst Krippe kann wegen des akuten Priestermangels nur noch per Online-Christmette auf Netflix vermittelt werden. Und der Weihnachtsmarkt wird zum Event-Game, an dem die Gamer zu Hause bei einem Glas selbstgebrauten Glühwein lediglich virtuell teilnehmen können.

Wollen wir das wirklich? Wenn nein, dann müssen unsere Einkaufsstädte endlich wiederbelebt werden. Und wie? Ganz einfach, die Grundsteuer für Vermieter, Mieter und Gewerbetreibende muss abgeschafft und eine höhere Mehrwertsteuer als 19% auf Produkte aus dem Online-Handel erhoben werden - z. B. 29%. Vorsprung für unsere Einkaufsstädte, damit das Internet unser öffentliches Leben nicht vollständig lahmlegen kann!

Roland Klose, Bad Fredeburg
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