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WIR sind Straßburger und Elsass-Lothringer! WIR Juden und Christen müssen schließlich zusammenhalten, wenn uns islamistische Gefährder und Terroristen - sog. Dschihadisten und Hl. Krieger - wo auch immer bedrohen und nach dem Leben trachten. So wieder einmal geschehen bei einem Terroranschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt mit drei Toten und zwölf Schwerverletzten. Und der vermeintliche Attentäter Cherif Chekatt (29) ist noch auf der Flucht.

Es ist an Angriff auf unsere Kultur und Lebensweise, der an den Monstertruck-Anschlag des Anis Amri auf den Berliner Weihnachtsmarkt vom 19. Dezember 2016 erinnert. Deshalb gilt: Die Freiheit Deutschlands wird nicht unter anderem am Hindukusch, im Irak oder in Syrien verteidigt, sondern ganz konkret auf unseren Weihnachtsmärkten, in unseren Kirchen und Synagogen, auf öffentlichen Plätzen, bei kulturellen Veranstaltungen und vor unseren eigenen Haustüren.

Es war und ist ein großer Fehler, Kriegswaffen in islamistische Kriegs- und Krisengebiete zu liefern und sich in islamistische Religionskriege wie in Afghanistan, im Irak und in Syrien als Christen überhaupt einzumischen. Warum? Weil wir damit ganz konkret islamistische Terroranschläge aus Rache bei uns zu Hause heraufbeschworen und gefördert haben. Wie hätten wohl wir Christen damals reagiert, wenn sich Muslime an dem Dreißigjährigen Religionskrieg (1618-48) zwischen katholischen und protestantischen Fürsten, Königen, Kaisern, Bischöfen und Päpsten aktiv beteiligt hätten?

Konflikte zwischen den Weltreligionen können niemals durch Kriege gelöst werden. Das wusste bereits der große Theologe Prof. Hans Küng, der die Stiftung Weltethos e. V. gegründet hatte.

Die Grundüberzeugungen seines Projektes Weltethos sind

        - kein Zusammenleben auf unserem Globus ohne ein globales Ethos
        - kein Frieden unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen
        - kein Frieden unter den Religionen ohne Dialog zwischen den Religionen
        - kein Dialog zwischen den Religionen und Kulturen ohne Grundlagenforschung
        - kein globales Ethos ohne Bewusstseinswandel von Religiösen und Nicht-Religiösen

"Diese e i n e Welt braucht ein Ethos; diese e i n e Weltgesellschaft braucht keine Einheitsreligion und Einheitsideologie, wohl aber einige verbindende Normen, Werte, Ideale und Ziele."

Roland Klose, Bad Fredeburg

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