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Blutmond über Mitteleuropa mit dem Aszendenten BREXIT. Kein gutes Zeichen, da Premierministerin Theresa May nach der verlorenen BREXIT-Abstimmung im britischen Parlament keinen wirklichen Plan B vorgestellt hat.

Theresa May will wie Boris Johnson lediglich den mit der EU bereits ausgehandelten und im britischen Parlament abgelehnten BREXIT-Vertrag in Brüssel zugunsten von Großbritannien neu nachverhandeln. Margaret Thatcher bestand zu EU-Zeiten immer auf den "Briten-Rabatt". Theresa May will jetzt allen Ernstes den "BREXIT-Sonderbonus" zum Austritt. So soll es trotz allem einen Backstop geben - also keine EU-Außengrenze zwischen Irland und Nordirland - und auch weiterhin eine EU-Zollunion zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem Noch-EU-Mitglied Nordirland bestehen bleiben, wenn am 29. März 2019 der BREXIT mit allen Konsequenzen für ganz Großbritannien in Kraft tritt.

Das ist vergleichbar mit der offenen deutschen Frage vor der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990. Weil die DDR damals kein EU-Mitglied war, konnte sie folglich wie das EU-Mitglied BRD nicht zur EU-Zollunion gehören. Aus diesem Grund kann die offene irische Frage auch nur von Großbritannien und nicht von der EU gelöst werden. Damit wird ein ungeordneter Hardcore-BREXIT immer wahrscheinlicher. God Save Great Britain?

Roland Klose, Bad Fredeburg

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