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Zum ersten Mal besucht Papst Franziskus die Arabische Halbinsel und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Bei einer "interreligi├Âsen Konferenz" in Abu Dhabi mit Vertretern des Juden- und Christentums und des Islams ruft er zur Abkehr von Gewalt und zu Auss├Âhnung und Frieden auf. Dabei verdammt er das Wettr├╝sten und die Militarisierung des menschlichen Herzens. Ganz im Sinne des Konzilstheologen von 1962-65, Prof. Dr. Hans K├╝ng, und seiner Stiftung Weltethos e. V., weil es nun mal keinen Weltfrieden ohne den Frieden zwischen den Religionen (und Konfessionen) geben kann.

Aber, wo war Papst Franziskus eigentlich, als in Wittenberg/Sachsen-Anhalt am 31. Oktober 2017 der Thesenanschlag Martin Luthers (1483-1546) und der 500. Jahrestag seiner Reformation gefeiert wurde? Papst Franziskus gl├Ąnzte damals durch Abwesenheit, weil er angeblich wichtigere Termine hatte. Somit wurde eine gro├če Chance vertan, den Frieden mit Martin Luther und seiner berechtigten Reformation zu machen. Dabei w├Ąre gerade der Besuch des Papstes in Wittenberg und die damit verbundene W├╝rdigung des gro├čen Reformators, Prof. Dr. Martin Luther, an seinem Grab in der evangelischen Schlosskirche zu Wittenberg in meinen Augen eine notwendige Voraussetzung f├╝r eine m├Âgliche Wiedervereinigung beider christlichen Kirchen gewesen.

Meine Meinung dazu: Wer Abu Dhabi Wittenberg vorzieht, der hat die Kirchengeschichte und die erforderliche Einheit der christlichen Kirchen im Glauben, in der Liebe und in der Hoffnung nicht wirklich verstanden. Es ist jene katholische Papst-Kirche, die immer wieder predigt, was Gott im Sakrament der Ehe zusammen gef├╝hrt hat, das darf der Mensch nicht scheiden. Und wie handelt die katholische Kirche in der Praxis durch ihre rechthaberischen und selbstherrlichen P├Ąpste? Sie provoziert sogar die Spaltung (Scheidung) der Kirche und nimmt die viel zu vielen Schismen billigend in Kauf, ohne jemals ernsthaft die vollst├Ąndige Einheit der Kirche anzustreben und verwirklichen zu k├Ânnen.

Roland Klose, Bad Fredeburg

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