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Jetzt ist die sog. #metoo-Bewegung auch in der katholischen Kirche angekommen. Papst Franziskus höchstpersönlich räumt nämlich ein, dass es trotz des Pflichtzölibats für Priester auch zu sexuellem Missbrauch von Nonnen durch Priester in der katholischen Kirche gekommen sei. In Glaubensgemeinschaften seien Nonnen wie Sexsklavinnen behandelt worden. Im Jahr 2005 habe Papst Benedikt XVI. deswegen sogar eine Glaubensgemeinschaft auflösen müssen.

Das übersteigt unsere Phantasie und übertrifft alle bisher gehörte und weiter erzählte Nonnenwitze. Kennen Sie z. B. den? Fragt eine Nonne in der Klosterschule: "Was ist das? Es hüpft im Paradiesgarten Eden nackert von Apfelbaum zu Apfelbaum und hat einen buschigen Schwanz?" Meldet sich Fritzchen: "Normal hätte ich gesagt, das ist ein Eichhörnchen. Aber wie den Laden hier kenne, ist das bestimmt wieder ein notgeiler Pfaffe!"

Das Pflichtzölibat für Priester ist in unserer tabulosen und sexualisierten Welt eine widernatürliche Sexualfessel, die nach Befreiung schreit und der viel zu viele Priester nicht mehr gewachsen sind. Es wird der Untergang der katholischen Kirche sein, wenn trotzdem weiterhin an ihm festgehalten wird. Dabei hatte doch im Jahr 1274 Thomas von Aquin - genannt "Lumen ecclesiae (das Kirchenlicht)" - auf dem Höhepunkt der Scholastik, dem goldenen Zeitalter der Theologie, die kirchliche Sexualmoral entscheidend geprägt und der von Gott geschenkten Sexualität mit fast schon teuflischer Besessenheit den Kampf angesagt:

- der eheliche Akt war für ihn Entartung, Krankheit, Verderben der Unversehrtheit und Grund für Widerwillen und Abscheu.
- die Ehe selbst hatte für ihn zwei Zwecke zu erfüllen: die Zeugung von Kindern und die Vermeidung von Unzucht.

Deshalb fordere ich hiermit von Papst Franziskus - im Übrigen ganz im Sinne der zweiten These von Thomas von Aquin - zum Schutz der Nonnen und zwecks Vermeidung der Unzucht durch Priester, die Abschaffung des Pflichtzölibats und das Sakrament der Ehe auch für Priester.

Roland Klose, Bad Fredeburg

*** PS: Ein aktuelles Beispiel dazu ist die von zwei Priestern vergewaltigte ehemalige Ordensschwester von "Das Werk", Doris Wagner (35), die heute als Ehefrau und Mutter weiterlebt und darüber mit dem Wiener Erzbischof, Christoph Kardinal Schönborn (74), ein beeindruckendes Gespräch vor laufender Kamera geführt hat. Über ihre Erfahrungen im Orden hat sie zwei Bücher geschrieben: einen autobiographischen Erlebnisbericht über ihre Leidensgeschichte und das Buch "Spiritueller Missbrauch". Es gibt Behauptungen, jede dritte Nonne würde von Priestern sexuell belästigt und missbraucht. Kardinal Schönborn will dieses Thema als Vorsitzender der österreichischen Bischofskonferenz Ende Februar 2019 mit Papst Franziskus im Vatikan ausführlich besprechen.

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