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Rechtsextreme und islamophobe Attent├Ąter haben einen Terroranschlag auf betende Muslime in zwei Moscheen in Christchurch/Neuseeland mit mind. 49 Toten ver├╝bt. In seiner Video-Botschaft ruft der Hauptattent├Ąter sogar zum Mord an Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, weil sie ein Feind und Verr├Ąter unserer Nationen und Rasse sein soll.

Nach den vielen islamistisch gepr├Ągten Terroranschl├Ągen weltweit und dem wachsenden Antisemitismus in Deutschland und Europa ist dies ein weiteres absto├čendes Beispiel daf├╝r, dass der Kampf der Kulturen nach Huntington mittlerweile einen traurigen H├Âhepunkt erreicht hat. Da ist es auch wenig hilfreich, wenn die Staatsfrauen und Staatsm├Ąnner der Welt immer wieder aufs Neue nur die abscheulichen Terrorakte verurteilen und dabei versichern, dass wir trotzdem standhaft in Solidarit├Ąt mit unseren Freunden unsere Freiheiten, unsere Kultur und unsere demokratische Grundordnung mit allen legalen Mitteln verteidigen werden: Ich bin Paris, ich bin Charlie, ich bin London, ich bin Berlin, ich bin Christchurch...usw., wobei der Name "Christchurch" im perfiden Gedankengut der Attent├Ąter wohl paradoxerweise f├╝r die christliche Kirche und Kultur stehen soll.

Deshalb appelliere ich insbesondere an Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel mehr zu tun als die ├╝blichen Kommentare zu den Terroranschl├Ągen, sondern neue Wege zu gehen, welche den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft nachhaltig f├Ârdern, damit sich hier in Deutschland lebende Menschen j├╝dischen, islamischen und christlichen Glaubens wohl f├╝hlen und gleicherma├čen respektiert und akzeptiert werden - sozusagen mehr Toleranz, Verst├Ąndigung, Eintracht und Frieden erfahren. Wie brauchen also ein Konzept, das den Kampf der Kulturen in einen interkulturellen Dialog verwandelt und uns letztendlich alle zusammenf├╝hrt.

Wie k├Ânnte das in der Praxis aussehen? Und was verbindet eigentlich Judentum, Islam und Christentum? Antwort: Der gemeinsame Stammvater und Prophet Abraham - j├╝disch Avraham und islamisch Ibrahim genannt. Daher schlage ich hiermit als neuen gesetzlichen Feiertag in Deutschland und Europa das "Abrahamsfest" vor. Ein Fest der interkulturellen und interreligi├Âsen Begegnung, wo Vorurteile und Feindschaften abgebaut werden sollen.

Das "Abrahamsfest" erinnert laut dem Alten Testament an den Stammvater der drei abrahamitischen Weltreligionen, der seinen Sohn Isaak (Ismael) f├╝r Gott (Jahwe, Allah) t├Âten und opfern soll, um dadurch seine Gottesliebe zu beweisen. Abraham ist dazu bereit. Er wird aber im letzten Moment durch Gottes Engel an der Opferung Isaaks gehindert. Stattdessen wird ihm die Opferung eines Widders aufgetragen. Dadurch geht Gott mit dem Propheten Abraham - dessen Hl. Grab in Hebron liegt - einen neuen und einzigartigen Bund ein, der von Ehrfurcht bzw. beidseitiger Liebe und Anerkennung gepr├Ągt wird. Kein Mensch soll mehr f├╝r oder gegen Gott get├Âtet und geopfert werden, weil die Zehn Gebote Gottes dies ausdr├╝cklich verbieten. Somit ist kein Krieg der Welt mehr heilig, nur weil er im Namen Gottes gef├╝hrt wird.

Frei nach dem Weltethos von Hans K├╝ng: "Kein Frieden unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen. Kein Frieden unter den Religionen ohne Dialog zwischen den Religionen. Kein Dialog zwischen den Religionen ohne Grundlagenforschung in den Religionen." Darum also ein gemeinsamer gesetzlicher Feiertag der Weltreligionen. Damit endlich in Deutschland zusammen wachsen kann, was aufgrund unseres gemeinsamen Stammvaters Abraham und seines Neuen Bundes mit Gott eigentlich l├Ąngst zusammen geh├Ârt.

Roland Klose, Bad Fredeburg
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