Asoziale Marktwirtschaft (gedruckt) - QR Code Friendly
Berliner Morgenpost vom 22.03.2013, Leserbriefseite, Titel: "Volle Rentenkassen zur Rettung von Banken und Staaten"
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Die Rente mit 69 muss bis zum Jahr 2060 umgesetzt werden, damit Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität weiterhin gewährleistet werden können. Diese Weisheit stammt allen Ernstes aus dem Abschlussbericht der Enquetekommission des Deutschen Bundestags und nicht aus einem grottenschlechten Science-Fiction-Roman, wo der ausgebeutete und gestresste Burnout-Mensch in 2060 zwangsläufig den Tod am Arbeitsplatz sterben muss. Da jubeln die (A)Sozialpolitiker der neoliberalen Fraktion über den Siegeszug des Raubtierkapitalismus und freuen sich über volle Rentenkassen, die nun zur Rettung von systemrelevanten Banken, Staaten und Unternehmen weiter geplündert werden können. Und wer nicht bis 69 arbeiten und dann von seiner Minirente leben kann? Für den gibt es in der Schweiz den Tod auf Knopfdruck in Form einer Todespille, damit die Solidargemeinschaft dadurch entlastet werden kann. Es lebe die asoziale Marktwirtschaft!

Roland Klose, Bad Fredeburg
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Kommentare

# Alois Sepp 2013-03-18 19:28
Nur schade, dass diejenigen die es beträfe, diese Beiträge nicht lesen.
Diejenigen bekommen von der bürgerlichen Solidargemeinschaft, sprich: "Wähler" leider so viel Geld in den Rachen geschmissen, dass sie sich über so banale Dinge wie "Renteneintrittsalter" bis hin zum Tattergreis, keine Gedanken zu machen brauchen!

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