Angela Merkel in Auschwitz (2x gedruckt) - QR Code Friendly
Stuttgarter Nachrichten und Stuttgarter Zeitung vom 27.12.2019, Leserbriefseite, Titel: "Nie wieder Antisemitismus"


Die Ex-NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) am 9. Juli 2013: "Jeder deutsche Jugendliche sollte einmal die oberschlesische KZ-Gedenkstätte Auschwitz (heute: Oswiecim/Polen) besucht haben."
Angela Merkel (65) hat es in ihrer über vierzehnjährigen Amtszeit als Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland erst einmal geschafft - und zwar an Nikolaus 2019 - die KZ-Gedenkstätte in Auschwitz zu besuchen und sich so der deutschen Geschichte und Verantwortung zu stellen.
Lieber spät als nie? Der kürzlich verstorbene ehemalige französische Staatspräsident Jacques Chirac hat es einmal so ausgedrückt: "Es ist die Pflicht einer jeden Nation, sich der Geschichte zu stellen. So darf der Antisemitismus in Frankreich keinen Platz haben. Antisemitismus ist keine Meinung. Er ist eine Perversion. Eine Perversion, die tötet."
So erfüllt die Leugnung des Holocaust in Deutschland den Straftatbestand der Volksverhetzung nach § 130 StGB. Trotzdem gibt es einen wachsenden Antisemitismus in Deutschland - insbesondere durch Hasskommentare in den sog. sozialen Netzwerken und durch Angriffe auf Kippa-Träger und jüdische Einrichtungen. Ich war zwar noch nie in Auschwitz, aber dafür in der KZ-Gedenkstätte in Weimar-Buchenwald. Geschichte darf sich einfach nicht wiederholen. Doch wenn wir genau hinsehen, müssen wir leider feststellen, dass aus der Geschichte nicht immer gelernt wurde.
Ist etwa der Antisemitismus in Deutschland eine Straftat? Oder durch den NSU, die NPD und die AfD sogar salonfähig geworden? Was macht eigentlich die GroKo-4.0-Bundesregierung in Deutschland unter BK Angela Merkel dagegen? Allein Auschwitz besuchen und schöne Reden halten, reicht da bei Weitem nicht aus.


gez. Roland Klose, Bad Fredeburg, Mitglied und Autor von <https://buergerredaktion.de>

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