75 Jahre Befreiung des KZ Auschwitz vom perfiden NS-Rassismus - QR Code Friendly
75 Jahre Befreiung des KZs und Vernichtungslagers Auschwitz in Oberschlesien - heute: Oswiecim in Polen - vom menschenverachtenden und menschentötenden Rassismus. Bis zum 27. Januar 1945 fielen hier ca. 1,1 Millionen europäische Juden im Holocaust einer perfiden NS-Ideologie zum Opfer.
 
Auschwitz, ein deutscher Massemord, an den stets erinnert werden muss? Ja natürlich, denn er zeigt, wozu der fehlgeleitete Mensch an sich fähig ist. Dass sich der Mensch tagtäglich neu für das Gute oder das Böse einsetzen muss. Gott war zwar auch in Auschwitz omnipräsent, aber er lässt den Menschen wie im Paradiesgarten Eden die Freiheit, sich durch gute oder böse Taten entweder für oder gegen ihn zu entscheiden.
 
Im Todeslager Auschwitz lebten Menschen unter menschenunwürdigen Bedingungen. Überall Wachtürme mit Schießbefehl und begrenzt durch Mauern und doppelte Elektrozäune aus Stacheldraht. Vor der Mauer befand sich die neutrale Zone mit Graben - der sog. Todesstreifen. Das alles erinnert mich stark an die Zeit der Berliner Mauer mit Todesstreifen, die bis zu jenem 9. November 1989 psychisch und physisch zwei deutsche Staaten - die DDR und die BRD - trennte.
 
Ohne den 9. November 1938 - der Reichspogromnacht in Deutschland - wäre der Holocaust an den Juden und letztendlich die Befreiung des KZs Auschwitz vom NS-Rassismus am 27. Januar 1945 nicht möglich gewesen. Und ohne den 9. November 1989 - den Tag des Berliner Mauerfalls - wäre die Befreiung von der SED-Diktatur ebenfalls nicht möglich gewesen. Deshalb plädiere ich nach wie vor für den gesetzlichen Feiertag 9. November in Deutschland - anstatt des 3. Oktobers, dem Tag der offiziellen deutschen Wiedervereinigung. Warum? Der 9. November zeigt eindrucksvoll Licht und Schatten in der deutschen Geschichte auf. Er symbolisiert gleich mehrfache Befreiungen über alle Mauern hinweg: die Befreiung vom leider immer noch akut vorhandenen Rassismus und die Befreiung von menschenverachtenden Regimen und Ideologien. Der 9. November zeigt aber auch, die Mauern von Auschwitz und Berlin sind zwar längst gefallen, doch gegen die Mauern in den Köpfen der Menschen müssen wir immer wieder neu Überzeugungsarbeit leisten.
 
Deshalb lebt Auschwitz weiter und deshalb darf die Erinnerung daran nicht aufgegeben werden. Kann Auschwitz jemals wieder gut gemacht werden? Ja, in dem wir unsere Solidarität mit dem Staat Israel ausdrücken. Meines Erachtens sollte Israel Vollmitglied in der EU und der NATO werden.



gez. Roland Klose, Bad Fredeburg, Mitglied und Autor von <https://buergerredaktion.de>, <https://www.facebook.com/roland.klose.7>
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