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Laut NRW-Ministerpräsident Armin Laschet schließen ab Montag, den 16.03.2020, alle Schulen und Kitas in Nordrhein-Westfalen wegen der Corona-Krise. Die Kleinkinderbetreuung ist dann stark eingeschränkt.

Alle Erzieherinnen und Tageseltern werden am Montag bereit stehen. Eine reguläre Betreuung findet in den Kindertageseinrichtungen, Heilpädagogischen Einrichtungen und Kindertagespflegestellen aber nicht statt. Es dürfen nur noch die Kinder kommen, deren Eltern in einem Job arbeiten, der in der aktuellen Situation zwingend ausgeübt werden muss. Für alle anderen Kinder gilt ein Betretungsverbot.

Welche Kinder dürfen kommen?

Zu den "unentbehrlichen Schlüsselpersonen", deren Kinder betreut werden, zählen dem Ministerium zufolge insbesondere Eltern, die im Gesundheitsektor arbeiten, in der Pflege, der Kinder- und Jugendhilfe, bei Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten, der öffentlichen Infrastruktur, der Lebensmittel-Versorgung und zentralen Stellen von Staat, Justiz und Verwaltung.

Unglaublich, hier werden in NRW tatsächlich nur noch Kinder in Kitas betreut, deren Eltern in "wichtigen Schlüsselberufen" arbeiten. Das ist meines Erachtens äußerst diskriminierend. Sind vor dem Gesetz nicht alle gleich. Zahlen nicht alle Eltern Steuern und Abgaben, egal welchen Beruf sie ausüben? Was sind eigentlich "unwichtige Berufe" in Deutschland? Tragen die Eltern von dringend zu betreuenden Kindern nicht alle gleichermaßen in ihren jeweiligen Berufen zum Wohl und Gelingen unserer Gesellschaft bei?

Ich vermute einmal, es wird diesbezüglich ab Montag in den deutschen Kitas noch zu hitzigen Diskussionen und viel berechtigtem Unverständnis kommen.


gez. Roland Klose, Bad Fredeburg, Mitglied und Autor von <https://buergerredaktion.de>, <https://www.facebook.com/roland.klose.7>

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Roland Klose

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