Gunter Sachs und die Jungferninseln (gedruckt) - QR Code Friendly
Berliner Morgenpost vom 12.04.2013, Leserbriefseite, Titel: "Mehr Steuerfahnder nötig"
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2011 erschoss sich der Gentleman-Playboy und Millionenerbe, Gunter Sachs, im Alter von 79 Jahren aus Furcht vorm Fortschreiten seiner Alzheimererkrankung. Jetzt hat es Offshore-Leaks Gottseidank an den Tag gebracht, wo der Hase die Ostereier - sprich der angebliche Steuerflüchtling Sachs sein mutmaßliches Vermögen - versteckt hatte, was er höchstwahrscheinlich selber nicht mehr wiederfinden konnte. Natürlich auf den Britischen Jungferninseln. Wir haben auch nichts anderes von dem Ex-Ehemann der einstigen Sexbombe Brigitte Bardot erwartet. Aber warum setzt speziell Deutschland nicht mehr Steuerfahnder ein, um die Steuerschlupflöcher der Superreichen besser schließen zu können? Deutschland will es sich ganz einfach mit den sog. Gentleman-Steuerhinterziehern nicht verscherzen. Da ist es doch in deren Augen viel sinnvoller, Hartz-IV-Empfänger auszuspionieren und sie ggf. mit Sperrzeiten bei der Stütze zu bestrafen. Und im Notfall kann man ja auch noch ein paar Steuer-CD`s von kriminellen Schweizer Bankern aufkaufen, die sich damit ein kleines Zubrot zum Gehalt verdienen möchten.

Ronald Frede alias Roland Klose, Bad Fredeburg
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