Die Rentenlüge (2x gedruckt) - QR Code Friendly
Berliner Kurier vom 20.04.2013, laut genios.de, Weiteres nicht bekannt
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Berliner Morgenpost vom 22.04.2013, Leserbriefseite, Titel: "Verhöhnung der West-Rentner"
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Wir leben in einer Wohlstands- und Leistungsgesellschaft, Männer und Frauen sind gleichberechtigt, wir haben eine soziale Marktwirtschaft, für gleiche Arbeit erhalten wir auch den gleichen Lohn und die Ost-Renten müssen den West-Renten angepasst werden.

Alles Lügen und/oder leere Versprechungen! In Deutschland wird in der Realität immer mit zweierlei Maß gemessen. So bekommen nach einem harten und entbehrungsreichen Arbeitsleben die männlichen West-Rentner aus der gesetzlichen Rentenversicherung durchschnittlich 1.118 Euro Rente pro Monat (Ost-Rentner: 1.300 Euro) und die weiblichen West-Rentnerinnen durchschnittlich 417 Euro Rente pro Monat (Ost-Rentnerinnen: 734 Euro). Und jetzt der Clou dazu: Um die Ost-Renten den West-Renten anzupassen, erhalten ab dem 1. Juli 2013 die Ost-Rentner 3,29% und die West-Rentner nur magere 0,25% Rentenerhöhung. Und das alles bezeichnet die CDU/CSU und die FDP als sozial gerecht. Für mich ist das schlicht und einfach eine Rentenlüge.

Aber nicht genug der Ungerechtigkeit in unserer offenen und diskriminierenden Gesellschaft. Zum Beispiel Kommunalbeamte bekommen durchschnittlich eine Pension in Höhe von sage und schreibe 2.380 Euro pro Monat. Leisten Beamte eigentlich mehr als das Doppelte wie Arbeiter und Angestellte, was wiederum diese hohe Pension rechtfertigen würde? Wohl kaum.

Als Mitglied und Autor der Website - buergerredaktion.de - hatte ich am 11. April 2013 auf Wunsch unseres CDU-Bundestagsabgeordneten im Hochsauerlandkreis, Herrn Prof. Dr. Patrick Sensburg, MdB, ein 90-minütiges Gespräch mit ihm in dem CDU-Wahlkreisbüro in 59872 Meschede, Le-Puy-Str. 17. Auf die o. a. Thematik und Problematik konkret von mir angesprochen, äußerte sich Herr Dr. Sensburg dazu wie folgt:

"Diese Privilegien können wir den Beamten nicht nehmen, weil das Beamtenrecht durch das Grundgesetz - Artikel 33 - geschützt sei. Das Problem der Altersarmut sehe ich nicht so extrem wie sie. Schließlich beträgt das durchschnittliche monatliche Renten-Einkommen eines Rentner-Ehepaares in Deutschland aktuell laut Statistik insgesamt 2.400 Euro pro Monat. Das ist ausreichend. Das Problem der Altersarmut sehe ich nur bei geschiedenen und allein lebenden Rentnern."

Als ich die durchschnittlichen 2.400 Euro Renten-Einkommen eines Rentner-Ehepaares anzweifelte, kam dabei heraus, dass in dieser Zahl auch die hohen Beamtenpensionen und die hohen Ost-Renten enthalten sind, welche das Gesamtbild natürlich entscheidend verfälschen.

Ronald Frede alias Roland Klose, Bad Fredeburg
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