Angela Merkel: Fünf Jahre
Mitten in der Flüchtlingskrise 2015 wandte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel, überaus positiv denkend, mit ihrem Wunsch an die Nation, mit der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen ein zweites deutsches Wirtschaftswunder durch die Beseitigung des Fachkräftemangels möglich zu machen. Auf "Refugees Welcome!" folgte dann vor fünf Jahren ihr legendäres "Wir schaffen das!" Doch es kamen nicht nur hochqualifizierte Flüchtlinge, sondern auch Analphabeten, Islamisten und Kriminelle.
 
Haben wir das also wirklich in Merkels Sinne geschafft? Deutschland 2020 ist wegen der Flüchtlings- und Coronakrise ein gespaltenes Land geworden. Die AfD, der Rechtsextremismus und der Antisemitismus sind gestärkt worden. Und Corona spaltet dieses Land noch zusätzlich in Corona-Helden und Corona-Deppen. Rund die Hälfte aller Flüchtlinge haben mittlerweile einen Job in Deutschland, davon wiederum die Hälfte auf Fachkräfteniveau. Insbesondere gering qualifizierte Flüchtlinge verlieren jedoch in der Corona-Krise leichter ihren Job als andere. Tendenz steigend.
 
Die Fluchtursachen sind Krieg, Vertreibung, Unterdrückung, Armut und Verfolgung. Bundeskanzlerin Merkel wollte sich für die Beseitigung der Fluchtursachen nachhaltig einsetzen. Fakt ist, den Krieg in Syrien gibt es immer noch - und das seit dem Jahr 2011 - ohne Aussicht auf eine baldige Beendigung.
 
Außerdem hat sich Angela Merkels Flüchtlingspolitik der letzten fünf Jahre entscheidend verändert. Aus dem "Refugees Welcome!" der frühen Jahre ist eine unbedingte Sicherung der EU-Außengrenzen unter anderem durch den sog. EU-Türkei-Flüchtlingsdeal geworden. Trotzdem leiden vor allem Länder wie Griechenland, Italien und Spanien massiv unter der Flüchtlingsproblematik. So warten allein auf den griechischen Tourismusinseln fast 40.000 Flüchtlinge in überfüllten Lagern unter menschenunwürdigen Bedingungen bisher erfolglos auf ihre Ausreise und Aufnahme in die EU-Mitgliedstaaten. Merkels Maxime lautet seit nunmehr fünf Jahren, ebenfalls erfolglos, dass die Flüchtlinge gerecht auf alle 27 EU-Mitgliedstaaten verteilt werden sollen. Ein Ziel, das nie erreicht wurde, zumal nur sehr wenige Staaten überhaupt Flüchtlinge aufnehmen, darunter vor allem Deutschland.
 
Wir schaffen das, eine Illusion? Mit Sicherheit ja, wenn es zu einem Krieg zwischen Griechenland und der Türkei um die Erdgasvorkommen im Mittelmeer kommen sollte. Denn dann ertrinken nicht nur die Flüchtlinge im Mittelmeer, sondern auch noch die Hoffnungen und Wünsche der EU, Deutschlands und Merkels. #flüchtlinge und #corona


gez. Roland Klose, Bad Fredeburg, Mitglied und Autor von <https://buergerredaktion.de>, <https://www.facebook.com/roland.klose.7>

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