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Der SPD-Kanzlerkandidat, Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz will unbedingt das Nord-Stream-2-Projekt - die Gaspipeline von Russland nach Deutschland durch die Ostsee von Wladimir Putin und Gerd Schröders Gnaden - retten, um so einen wirtschaftlichen Schaden in Höhe von ca. 10 Milliarden Euro abwenden zu können. Deshalb hat er dem US-Präsidenten Donald Trump ein Angebot gemacht, das er nicht ablehnen soll und kann. Deutschland wird demnach für die USA und den Import von US-amerikanischem Frackinggas zwei Spezialhäfen in Brunsbüttel und Wilhelmshafen in Höhe von bis zu einer Milliarde Euro errichten lassen und finanzieren, um so im Gegenzug Nord Stream 2 sanktionslos zu Ende bauen zu dürfen.
 
What a Deal? Deutschland will im Kampf gegen den globalen Klimawandel bis zum Jahr 2050 komplett aus dem fossilen Brennstoff Erdgas aussteigen und fördert dennoch gleichzeitig US-amerikanisches Frackinggas und russisches Nord-Stream-2-Gas? Wie paradox ist das denn? Weiß Scholz überhaupt, was er will? Nord Stream 2 brauchen wir nämlich eigentlich gar nicht, weil wir schon Nord Stream 1 haben. Und in Deutschland besteht aktuell immer noch ein Verbot zur Förderung von heimischem Frackinggas.
 
Warum in alles in der Welt sollen wir daher unbedingt US-amerikanisches Frackinggas importieren? Um Trump einen wirtschaftlichen Gefallen zu tun? Richtig ist, wenn wir überteuertes Frackinggas durch US-Dreckschleuder-Tankschiffe quer durch den Atlantik nach Deutschland holen, dann leisten wir damit einen unnötigen Beitrag zur Umweltverschmutzung durch einen erhöhten CO2- und NOx-Ausstoß.
 
Was wollen wir also wirklich: Ursula von der Leyens Green Deal für Deutschland und die EU oder Olaf Scholzes schmutzige Deals mit Putin und Trump?
 
gez. Roland Klose, Bad Fredeburg
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Autor: Roland Klose

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