100 Tage Bergoglio-Papst (2x gedruckt) - QR Code Friendly
Berliner Morgenpost vom 23.06.2013, Leserbriefseite, Titel: "Taten sind bislang ausgeblieben"
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Was hatten sich die Kardinäle dabei gedacht, als sie am 13. März 2013 den argentinischen Kardinal Jorge Mario Bergoglio zum Papst Franziskus wählten? Wahrscheinlich erhofften sie sich einen notwendigen Aufbruch in der katholischen Kirche. Die Reden des neuen Papstes sind zwar recht vielversprechend, aber die Taten bisher ausgeblieben. Er verurteilt zwar als Anwalt der Armen die Finanzspekulation, aber gleichzeitig unternimmt er nichts gegen die unlauteren Praktiken der Vatikanbank (IOR). Laut dem italienischen Journalisten Gianluigi Nuzzi soll die IOR unter anderem Schwarzgeld von der Mafia, von korrupten Parteien, Steuerhinterziehern und Dritte-Welt-Politikern gewaschen haben. Wann räumt Papst Franziskus endlich in der Vatikanbank und in der Römischen Kurie richtig auf? An der IOR und der Kurie unter Kardinal Bertone ist bereits Papst Benedikt XVI. gescheitert. Ohne eine Reform der Kurie und ohne einen kompetenten und vertrauenswürdigen Kardinalstaatssekretär wird auch Franziskus scheitern müssen, und eine Reform der Kirche und Fortschritte in der Ökumene rücken wieder einmal in weite Ferne.


Roland Klose, per E-Mail

Junge Welt vom 24.06.2013, Leserbriefseite, Titel: "Taten bisher ausgeblieben"
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Was hatten sich die Herren Kardinäle nur dabei gedacht, als sie am 13. März 2013 in der Sixtinischen Kapelle unter den weltberühmten Deckengemälden des homosexuellen Genies und Malers, Michelangelo Buonarroti, den argentinischen Kardinal, Jorge Mario Bergoglio, zum Papst Franziskus wählten? Wahrscheinlich erhofften sie sich einen notwendigen Aufbruch in der katholischen Kirche. Die Reden des Bergoglio-Papstes sind zwar recht vielversprechend, aber die Taten sind bisher ausgeblieben. So verweist Papst Franziskus bezeichnenderweise auf den Hl. Francesco Bernardone (1181-1226), der nie ein Bankkonto besaß, als er die Finanzspekulation als Anwalt der Armen verurteilte. Aber gleichzeitig unternimmt er nichts gegen die unlauteren Praktiken der Vatikanbank (IOR). Laut dem italienischen Journalisten, Gianluigi Nuzzi, soll die Vatikanbank (IOR) unter anderem sieben Milliarden Euro Schwarzgelder von der Mafia, von korrupten Parteien, Steuerhinterziehern und Drittewelt-Politikern gewaschen haben. Wann verlässt Papst Franziskus endlich das Gästehaus Santa Marta und räumt in der Vatikanbank (IOR) und in der Römischen Kurie einmal so richtig auf? An dem IOR und der Kurie unter Kardinal Bertone ist bereits Papst Benedikt XVI. gescheitert. Wann ernennt Franziskus einen neuen Kardinalstaatssekretär? Sind Leonardo Sandri, Angelo Bagnasco oder gar Georg Gänswein geeignete Kandidaten? Ohne eine Reform der Kurie und ohne die Ernennung eines kompetenten und vertrauenswürdigen neuen Kardinalstaatssekretärs wird auch Franziskus zwangsläufig als Papst scheitern müssen. Und eine Reform der Kirche und Fortschritte in der Ökumene rücken wieder einmal in weite Ferne.

Roland Klose, Bad Fredeburg
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