Sehr geehrter Herr MdB Müller,

vielen Dank für Ihre rasche Reaktion auf meine mail.

In der beigefügten dpa-Version kann ich im Unterschied zu dem im SPIEGEL wiedergegebenen Inhalt nur einen bemerkenswerten Unterschied erkennen.

In diesen Passagen fallen keine, für einen Außenstehenden, erkennbaren inhaltlichen Unterschiede auf!

SPIEGEL -Text  „Billigere Fahrkarten sind indes offenbar nicht in Sicht. Für Preissenkungen oder die Einführung neuer Abomodelle wie das in Österreich beliebte 365-Euro-Ticket gebe es absehbar kein Geld, so SPD-Fraktionsvize Detlef Müller. Gründe seien Lohnkostensteigerungen durch Tariferhöhungen oder die Umstellung der Fahrzeugflotten auf alternative Antriebe.“

dpa-Text: Für Preissenkungen oder die Einführung neuer Abo-Modelle wie 365 Euro-Tickets gebe es absehbar ebenfalls kein Geld, so Müller. Gründe seien etwa Lohnkostensteigerungen durch Tariferhöhungen oder die Umstellung der Fahrzeugflotten auf alternative Antriebe

Allerdings möchte ich mit Ihnen nicht über Textexegese streiten.

Der für mich, als interessierten und ÖPNV-engagierten Bürger bemerkenswerte Unterschied bezieht sich auf die von Ihnen erwähnte „Frage der Struktur der Zuständigkeiten und die langfristige Finanzierung des ÖPNV bis 2030.“

Dazu (!) erwarte ich von PolitikerInnen, die ein solches Mandat übertragen  bekommen haben, zeitnahe, kompetente ziel-, lösungsorientierte und rasch umsetzungsfähige Vorschläge!

Wie sehen diesbezügliche Ideen von Ihnen - als stv. Fraktionsvorsitzender der größten Regierungspartei - dazu aus?

Außerdem ist daran zu erinnern, dass durch die im „Verkehrssystem“ gebunden gigantischen öffentlichen Mittel für

  • Dienstwagenprivileg
  • Dieselsubventionierung
  • Kerosinsubventionierung etc.

gewaltige Summen zur Finanzierung des dringend reformbedürftigen ÖPNV-Systems gehoben werden können - bei entsprechendem politischen Willen.

Viel und baldigen Erfolg dabei!

Freundlichen Gruß

H. Federmann

 


 
 
 
 
Gesendet: Dienstag, 04. Januar 2022 um 13:35 Uhr
Von: "Müller Detlef" <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>
An: "Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!" <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>
Betreff: WG: Sie setzen und senden die falschen Signale!
Sehr geehrter Herr Federmann,
zwar haben Sie mich in Ihrer Mail nicht direkt angesprochen, nichtsdestotrotz antworte ich Ihnen an dieser Stelle trotzdem gerne.

Leider wurde meine Aussage, die ich der dpa zum Thema ÖPNV-Finanzierung gegeben habe, im Spiegel nur bedingt richtig wiedergegeben. Ich habe mit Nichten gesagt, dass ein 365€-Ticket oder eine Angebotsausweitung für den öffentlichen Verkehr in Deutschland aufgrund der Lohnkostenstruktur oder aufgrund der Umstellung auf alternative Antriebe nicht möglich sei. Vielmehr habe ich deutlich gemacht, dass wir ein Umdenken in der Finanzierung des ÖPNV hin zu einem gesamtgesellschaftlichen Ansatz brauchen, der alle staatlichen Ebenen in den Ausbau und die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs einbezieht.

Zur besseren Einordnung habe ich Ihnen im Anhang zudem den Originalbeitrag der dpa beigefügt.

Mit freundlichen Grüßen,
Detlef Müller





Von: LORAX <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>
Gesendet: Donnerstag, 30. Dezember 2021 16:36
An: Buergerservice SPD-Fraktion <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>; grüne mdb <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>; spiegel leserservice <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>
Cc: B. HASSELMANN <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>; c. Welp_wiwo <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>; C. xhlesiger_wiwo <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>; journalist journalist <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>
Betreff: Sie setzen und senden die falschen Signale!



SPD-Politiker sieht keinen Spielraum für günstigeren Nahverkehr und 365-Euro-Ticket



Kaum hundert Tage im Amt - Die ersten der wohl lweiter zu erwartenden und programmierten Enttäuschungen dieser Koalition!



Mit denselben,Jahrzehnte lang gehörten einfallslosen Begründungen tritt der Stv. SPD Fraktionssvorsitzende D. Müller, Lokomotivführer und stv. Mitglied im Verkehrsauschuss des Bundestages an die Öffentlichkeit und zeigt damit deutlich Flagge. https://bundestag.de/abgeordnete/biografien/M/mueller_detlef-857770



Aus den großspurigen Versprechungen im SPD-Wahlprogramm



"Wir werden die Verkehrswende voranbringen und bis 2030 das modernste und klimafreundlichste

Mobilitätssystem Europas aufbauen"



Dazu nutzen wir die Möglichkeiten der Digitalisierung: mit neuen Mobilitätsdienstleistungen, die vernetzte Mobilitätsangebote auf digitalen Plattformen nutzbar machen. Modelle wie das 365-Euro-Ticket oder Modellprojekte für einen ticketfreien Nahverkehr unterstützen wir."



werden dieselben fantasielosen Sprechblasen, wie diejenigen der Vorgängerregierugen...



Dass mit solchen Äußerungen beschleunigt und in immer größerem Ausmaß Demokratieverdrossenheit geschürt wird - darf angesichts solcher Eskapaden nicht verwundern"



https://spiegel.de/auto/oepnv-spd-politiker-sieht-keinen-spielraum-fuer-preissenkungen-und-365-euro-ticket-a-f8386b9c-90d3-40d2-91f5-0a4e391e4483





Anstatt verkrustete Kostenstrukturen und bürokratische Überhänge, technische Schrotthaufen und lahmarschigen Betrieb im geamtern ÖPNV endlich auf Trab zu bringen....immer wieder dasselbe Lied seit Jahrzehnten!



Freundliche Grüße
H. Federmann
SPD-Fraktionsvize für grundlegende Reform der ÖPNV-Finanzierung

DPA Artikel ÖPNV Finanzierung:

Berlin (dpa) - SPD-Fraktionsvize Detlef Müller hat sich für einen Ausbau des Öffentlichen
Personennahverkehrs für eine grundlegende Reform der Finanzierung ausgesprochen. Müller sagte
der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: «Gute öffentliche Mobilitätsangebote sind ein Grundstein
der Daseinsvorsorge, Voraussetzung für gleichwertige Lebensverhältnisse und unabdingbar für die
Mobilitäts- und Klimawende.» Der Ausbau der öffentlichen Mobilität habe daher auch einen
enormen Stellenwert im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP.


«Denn die Menschen in unserem Land erwarten zu Recht einen Ausbau des Angebots, mit längeren
Betriebszeiten, engerer Taktung, hohem Komfort und modernen Angebotsformen», sagte Müller, der
für Verkehr zuständig ist. «All das muss zudem preisgünstig ermöglicht werden, um Menschen zum
Umstieg auf den ÖPNV zu bewegen. Bereits jetzt zeichnet sich jedoch ab, dass die notwendige
Angebotsausweitung mit der aktuellen Finanzierungsstruktur des ÖPNV als kommunale Aufgabe
nicht tragfähig umzusetzen ist. Vielmehr werden die Aufgabenträger bereits in den nächsten Jahren
in Finanzierungsengpässe kommen, um den aktuellen Status quo zu finanzieren - ohne, dass es zu
maßgeblichen Angebotsausweitungen kommt.»


Für Preissenkungen oder die Einführung neuer Abo-Modelle wie 365 Euro-Tickets gebe es absehbar
ebenfalls kein Geld, so Müller. Gründe seien etwa Lohnkostensteigerungen durch Tariferhöhungen
oder die Umstellung der Fahrzeugflotten auf alternative Antriebe. «Es braucht deshalb einen neuen
Kosens über alle föderalen Ebenen hinweg, wie die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs in Zukunft
gestaltet werden kann. Der Koalitionsvertrag sieht dazu richtigerweise vor, dass sich Bund, Länder
und Kommunen im Rahmen eines ÖPNV-Paktes gemeinsam auf die Festlegung von Qualitätskriterien
und Standards für Angebote und die Erreichbarkeit für städtische und ländliche Räume einigen.»


Dieser Prozess müsse schnell ins Laufen kommen und zügig durch das Bundesverkehrsministerium
organisiert werden. «Im Zuge dessen muss aber zwingend auch die Frage der Struktur der
Zuständigkeiten und die langfristige Finanzierung des ÖPNV bis 2030 geklärt werden», sagte Müller.
Mit Blick auf die ambitionierten Ziele für den öffentlichen Verkehr bis 2030 werde dies eine der
zentralen Aufgaben für Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) für das Jahr 2022.


Die Ampel hat in ihren Koalitionsvertrag angekündigt, ab 2022 die sogenannten milliardenschweren
Regionalisierungsmittel für den öffentlichen Nahverkehr zu erhöhen. Außerdem sollen auch im
kommenden Jahr pandemiebedingte Einnahmeausfälle ausgeglichen werden.


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Helmut Federmann Nachhaltigkeits Ökonom
Autor: Helmut Federmann Nachhaltigkeits Ökonom

Kennen Sie Frau Merz ?

Laut manager magazin  sei sie "die mächtigste Frau der deutschen Wirtschaft".
Sie stellte sich vor kurzem der ZEIT in einem sehr lesenswerten und hoch interesanten Interview!
 
Darin wird, wie in einem Brennglas die ganze Tragik des "Nachhaltigkeitsdilemmas" deutlich in das sich die Gesellschaft, durch Jahrzehnte lang fossile Energien im Hochgeschwindigkeitstempo verzehrend, hineinmanöveriert hat! 
Frau Merz macht in ihren Ausführungen dafür u.a. die Globalisierung verantwortlich und daß wir Alle das Thema Nachhaltigkeit verpennt hätten... 
 
Frau Merz sagt im Interview: "Ich bin für Dekarbonisierung ohne Deindustrialisierung! "  Sie sieht dabei auch 
"Ein Henne-Ei-Problem, das wir auflösen müssen."
Wobei sie offenbar offenläßt wen sie als Henne und wen sie als Ei sieht...
 
Sie gesteht immerhin auch ehrlicherweise ein:" Ich weiß nicht, wann ich wie viel Wasserstoff bekomme, um grünen Stahl zu produzieren. Und was er dann kostet."
 
Allerdings helfen ihr dabei ihre beiden "Glaubensbekenntisse" 
  "Aber ich glaube fest an die Kraft des Marktes." und
 "Ich glaube, der Markt muss die Richtung vorgeben."
 
Womit wir offenbar unvermeidlicherweise wieder - bei Herrn Merz angekommen sind!
 
Freundliche Grüße
H. Federmann
Nachhaltigkeitsökonom
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Helmut Federmann Nachhaltigkeits Ökonom
Autor: Helmut Federmann Nachhaltigkeits Ökonom

Herr Gabor Steingart zitiert heute früh, in seinem als "Datenjournalismus" verkleideten ideologischen Kreuzzug des absoluten Marktkapitalismus`, zwischendurch  mal Nietzsche.
 
Dessen Arsenal an Sprüchen hat ja, denen anderer vormaliger Fabulierungskünstler ähnlich, für jede Gelegenheit, den für das eigene Weltbild passenden Spruch parat - wenn man den gewählten Spruch auf Anderer Ansichten münzen kann.
 
Also sprach Nietzsche:" Das Bedürfnis nach Glaube ist der größte Hemmschuh der Wahrhaftigkeit."
 
Nun, in gleicher Weise läßt sich derselbe Ausspruch auch glänzend auf viele der publizierten Ansichten des Herrn Steingart anwenden.
 
Es ist  sein unerschütterlicher und unbegrenzer Glaube an die Möglichkeiten und Vorteile des, durch Menschen entfesselten technischen Fortschritts und den daruf afbauenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt.
 
Es ist sein Glaube, der ihn blind macht gegen die inzwischen an vielen Stellen und für viele Menschen wahrhaftig sicht-  spür- und greifbaren negativen Folgen und Konsequenzen des bisherigen Glaubens an genau diesen technischen Fortschritt.
 
Es ist sein Glaube der ihn einseitg verbreiten und damit vielen andere gleichfalls glauben lässt, damit die Zukunft erfolgreich bewältigen zu können!
 
Damit sitzt er natürlich im selben Boot mit all jenen, die an anderen Orten und Regionen in ihrem technologisch verkleideten grenzenlosen persönlichen Machtansprüchen und verblendeten Wahn die Realitäten ebenso ausblenden, wie die Folgen ihres machttechnokratischen Entscheidens und Handelns.

 
Freundliche Grüße
H. Federmann
Nachhaltigkeitsökonom
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Helmut Federmann Nachhaltigkeits Ökonom
Autor: Helmut Federmann Nachhaltigkeits Ökonom

Einlagerung von Atommüll könnte erst 2080 abgeschlossen sein

Kein Endlager in Sicht: Radioaktive Abfälle müssen noch für Jahrzehnte in deutschen Kernkraftwerken verbleiben, schätzt der frühere Leiter der Entsorgungskommission. Auch der Streit um das Zwischenlager Asse dauert an.
Das war offenbar wohl doch nicht so günstiger Strom, wie immer vorgerechnet wurde!
Und jetzt wird die  "Stromrechnung" erst recht nochmals gewaltig teurer!
 
Freundliche Grüße
H. Federmann
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Helmut Federmann Nachhaltigkeits Ökonom
Autor: Helmut Federmann Nachhaltigkeits Ökonom



Klimawandel und Klimaschutz sind nicht erst seit der Fridays for Future-Bewegung ein Thema in Gesellschaft, Politik und Wissenschaft. Es ist nun aber die Frage, was endlich gemacht wird, um unter den 2° C Erderwärmung zu bleiben.

In der zweiten Ausgabe unserer Reihe"Nachhaltigkeit im Blick – Die Bundestagswahl im Fokus" werden die Ursachen des Klimawandels erläutert und die in den Wahlprogrammen enthaltenen und vorgeschlagenen Maßnahmen zur erfolgreichen Bewältigung dargestellt, sowie in Bezug auf Nachhaltigkeit analysiert.

Unsere Referenten sind Helmut Federmann, Dipl. Volkswirt und Nachhaltigkeitsökonom, sowie Dr. Axel Kleidon vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie

Der Zoom-Link zum Seminar: https://us02web.zoom.us/j/85314646908


 
Freundliche Grüße
H. Federmann
Nachhaltigkeitsökonom
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Autor: Helmut Federmann Nachhaltigkeits Ökonom