Münchner Merkur – 26.9.2019  Das Ende der „männlichen Monokultur“, Interview mit  Andreas R. Batlogg +


Im ganzen Artikel, den ich aufmerksam gelesen habe, konnte ich die Urheber unseres Glaubens – Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist – nicht finden. Mit der Einführung der Pflicht zum Zölibat, hat sich die Institution Katholische Kirche im Irdischen verfangen und den Blick nach oben verloren. Christus muss nicht nur Gott, sondern auch In seinen Nachfolgern wieder Mensch und Mann sein dürfen und nicht bei der Priesterweihe im Priester zum Neutrum umgewandelt werden. Es ist mir bewusst, dass meine Sichtweise schwer verständlich ist. Wäre es nicht so, würde dieser Zustand nicht schon 1000 Jahre dauern.
Ein Ausspruch von Kardinal Döpfner: „ Erst wenn wir uns dem Dunkel stellen, wird uns der Schritt ins Licht geschenkt.“

 

Ilse Sixt

Ergänzt am 03.10.2019:

Eine wahre Geschichte!

Vor ungefähr 60 Jahren folgte ein angesehener Münchner Geschäfts-mann (Das Geschäft gibt es heute noch) einer Einladung seines Freundes nach Afrika. Er ist Bischof einer großen Diözese geworden.

Bei seiner Ankunft wurde er herzlich begrüßt, aber nicht nur von seinem Freund, sondern auch von einer Frau. Im Bischofshaus tummelten sich zudem neun Kinder. Auf die Frage, wem diese Kinder gehören, sagte der Bischof: „Mir!“ Die erstaunte Frage des Freundes:

„ Was sagt den da Rom dazu?“ – „Wer kümmert sich den in Afrika um Rom?“ - Antwort eines Kapuziners: Danke! Betreff – Afrika: Dies ist die große Heuchelei. Viele afrikanische Bischöfe sagen, sie hätten überhaupt kein Problem mit dem Zölibat, eben, weil sie das Problem auf ihre Art gelöst haben. Ich habe nichts dagegen, aber wenn sie ihre „Lösung“ dazu benutzen, zu argumentieren, wir in Europa seien doch seltsam, weil wir uns über solche (nicht) Probleme streiten. Übrigens: Ich weiß von einer afrikanischen Diözese, in der kein einziger Bischofskandidat gefunden wurde, weil alle in Frage kommenden „Familie“ hatten…

Dazu der erste Brief an Timotheus: „Wer das Amt eines Bischofs anstrebt, der strebt nach einer großen Aufgabe. Deshalb soll der Bischof untadelig, Mann einer einzigen Frau, nüchtern, besonnen sein, von würdiger Haltung, gastfreundlich, fähig zu lehren. Er sei kein Trinker und kein gewalttätiger Mensch, sondern rücksichtsvoll. Er sei nicht streitsüchtig und nicht geldgierig. Er muss seinem eigenen Haus gut vorstehen, seine Kinder in Gehorsam und allem Anstand erziehen. Wenn einer seinem eigenen Haus nicht vorstehen kann, wie soll der für die Kirche Gottes sorgen?“

Im Jahr 1139 haben die Männer der Institution Katholische Kirche im blinden Aktionismus durch die Einführung der Pflicht zum Zölibat, die Macht an sich gerissen und sich ihr eigenes Gefängnis gebaut. Die Frau, die zweite Hälfte der Schöpfung, haben sie in ihrem Hochmut aus ihrem Bewusstsein ausgeblendet.

Hätte aber Gott keine Frau erschaffen, wäre Jesus nicht geboren worden und auch Papst, Bischöfe und Kardinäle würde es nicht geben. Mit der Einführung des Pflichtzölibats für alle Weltpriester im Jahr 1139 wollte die Kirche aber alle Priester zu Mönchen machen und verbot ihnen einfach die Ehe. Das wird von Paulus (oder seinem Schüler) im 1.Timotheusbrief scharf verurteilt.

„Der Geist sagt ausdrücklich: In späteren Zeiten werden manche vom Glauben abfallen; sie werden sich betrügerischen Geistern und den Lehren von Dämonen zuwenden, getäuscht von heuchlerischen Lügnern, deren Gewissen gebrandmarkt ist. Sie verbieten die Heirat (1Tim4,1-3)“ Paulus sagt auch: „Denn alles, was Gott geschaffen hat ist gut, und nichts ist verwerflich, wenn es mit Dank genossen wird. Es wird ja geheiligt durch Gottes Wort und das Gebet (1Tim44-5).Also ist das Eheverbot des 12. Jahrhunderts eine Eingebung von Dämonen und nicht vom Heiligen Geist. Deswegen kann man sagen: Die katholische Kirche ist dem Widersacher auf den Leim gegangen!

Der Dank Jesu an seinen Vater. - In jener Zeit sprach Jesus:

„Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen,“ (Mt 11,15-27).

„Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.“ B.Brecht

Mit der Einführung der Pflicht zum Zölibat haben sich die Europäer im Irdischen verfangen und den Blick nach oben verloren. Christus muss nicht nur Gott, sondern auch in seinen Nachfolgern wieder Mensch und Mann sein dürfen und nicht bei der Priesterweihe im Priester zum Neutrum umgewandelt werden. Es ist mir bewusst, dass meine Sichtweise schwer verständlich ist. Wäre es nicht so, würde dieser Zustand nicht schon 1000 Jahre dauern. Ein Ausspruch von Kardinal Döpfner: „Erst wenn wir uns dem Dunkel stellen, wird uns der Blick ins Licht geschenkt.“

Ilse Sixt – Oberpframmern – Oktober 2019

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