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Anlässlich der im Jahr 2014 angekommenen Geflüchteten mobilisierten sich eine Handvoll Bürger, um diese Menschen willkommen zu heißen. Zuerst brauchten sie Kleidung, dann Wohnraum, Arbeitsplätze uvm. Ihre Kinder mussten im Kindergarten oder der Schule angemeldet werden und viele, viele Dinge mussten erklärt werden.
Immer wieder änderte sich der Bedarf und hierdurch lernten unsere Helfer Probleme zu erkennen und sofort Lösungen zu erarbeiten und umzusetzen. Schon schnell wurde uns als ehrenamtlich tätigen Bürgern deutlich, dass diese Menschen nicht nur bedürftig sind, sondern auch uns als Gemeinschaft sehr viel geben können.
So war es uns möglich mit Hilfe unserer sieben Schneider, die aus Syrien, Afghanistan und dem Irak angereist waren und einer großen Stoffspende, immerhin über 100 Wohnungen kostenfrei mit Gardinen zu bestücken.

Unsere Hauptaufgabe lag vor allem in der Begleitung der Neubürger und der Bearbeitung ihres "Papierkrams". Inzwischen unterstützen uns mehr als 150 Helfer sehr erfolgreich bei allen Belangen dieser Menschen. Man könnte unsere Gemeinschaft auch Integrationshelfer nennen.

Während unserer Arbeit wurde uns bewusst, dass unser System viele Hilfsbedürftigkeiten nicht erkennt oder ignoriert.

Wir begannen Einzelfälle zu analysieren und sandten unsere Lösungsvorschläge an die zuständigen Solinger Behörden.

Hier wurde uns dann mitgeteilt, dass kein Bedarf gesehen würde.

Unsere Gemeinschaft sieht dies ganz anders; sitzen wir doch 7 Tage in der Woche mitten im Prekariat und sehen die Realität. Täglich besuchen uns zwischen 10 und 20 Hilfsbedürftige aller Nationalitäten und Altersklassen und wir helfen ihnen, ihre Probleme bis zum Ende zu lösen.

Unsere Erkenntnis aus dieser Gemeinschaftsarbeit ist, dass viele Probleme hausgemacht sind und schnell verbessert werden müssten. Der Staat hat die sozialen Belange an die Verbände übertragen. Übermäßige Administration, fehlgesteuerte Fördergelder und maßlose Gier hilft den Menschen, am Ende der Kette, nicht mehr.

Hartz 4 könnte aus unserer Perspektive auch der Name einer neuen Krankheit sein.
Unsere Aufgabe sehen wir darin, den Menschen dabei zu helfen, sich nicht immer nur selbst als Defizit zu sehen, sondern Raum zu bekommen, um sich selbst kennenzulernen.
Jeder Mensch hat Ressourcen, die durch Hartz 4 ungenutzt bleiben.
Grundlage unseres Denkens ist ausschließlich das Wohl des einzelnen Menschen, der sich in einer Gemeinschaft sicher und respektiert fühlen kann. Nach unserer Erfahrung ist Geld im Bereich der sozialen Arbeit mehr als negativ. Nächstenliebe darf kein Geld kosten. Diese Tatsache sieht das System leider anders.
Wir möchten an wahren Lösungen arbeiten und die Gemeinschaft, Familie, Freunde, Bekannte und Menschen aller Art zusammenbringen, um sich gegenseitig zu helfen. Durch unsere langjährige Erfahrung wissen wir, das dies möglich ist und wir können es beweisen!


https://www.fluechtlingshilfe-solingen.de/

Zu unserer Kritik  Zu unseren Lösungen

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