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Liebe Freunde und Bekannte

3. Sonntag in der Osterzeit 2026

Brannte nicht unser Herz auf dem Weg nach  Emmaus

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Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas, Kap. 24, 13-35

Am ersten Tag der Woche waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte.  Und es geschah, während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen.  Doch ihre Augen waren gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten.  Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen und der eine von ihnen - er hieß Kleopas - antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als Einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist? Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk.  Doch unsere Hohepriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen.  Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist.  Doch auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe.  Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht.  Da sagte er zu ihnen: Ihr Unverständigen, deren Herz zu träge ist, um alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben.  Musste nicht der Christus das erleiden und so in seine Herrlichkeit gelangen?  Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht. So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen, aber sie drängten ihn und sagten: Bleibe bei uns; denn es wird Abend, der Tag hat sich schon geneigt! Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach es und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn; und er entschwand ihren Blicken. Und sie sagten zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete? Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück und sie fanden die Elf und die mit ihnen versammelt waren. Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen. Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.

Predigt

Wie gerne wären wir dabei gewesen, als der auferstandene Jesus mit den zwei Jüngern nach Emaus gegangen ist, als er mit ihnen eingekehrt ist, mit ihnen aß und das Brot brach. Wie gerne! Vielleicht aber ist Jesus schon einmal mit uns gegangen, und wir haben ihn nur nicht erkannt. Kann das sein? Was will uns das heutige Evangelium sagen?

Will es uns nur an eine wunderbare Szene von vor 2000 Jahren erinnern. Will es uns nur davon überzeugen, dass Jesus von den Toten auferstanden ist und sich damals seinen Jüngern gezeigt hat? Ich denke: Das Evangelium soll uns zum Nachdenken anregen, ob und wo wir selbst auch einmal Jesus begegnet sind. Und es will uns wohl anregen, darüber nachzudenken, wo wir ihn möglicherweise in Zukunft einmal begegnen könnten.

Aber es gibt für solch eine Begegnung eine wichtige Voraussetzung. Das Leben mit Jesus und sein Tod sollten uns umtreiben. Wenn wir nicht innerlich von seinem Tod am Kreuz umgetrieben sind, dann kann er sich uns nicht zeigen. Die beiden Jünger auf dem Weg nach Emmaus waren umgetrieben, innerlich bewegt, auch ratlos. Der Mann aus Nazareth, den sie als Befreier und großen Menschenfreund erlebt hatten, war aufgehängt worden, war unter entsetzlichen Schmerzen gestorben, am Kreuz gehangen. Und sie schämten sich wohl auch, dass sie abgehauen waren, dass sie ihn in seinem Leiden verlassen haben. Sie wussten nicht, was sie über sich selbst denken sollten. Sie waren zutiefst enttäuscht über sich selbst. Und sie waren enttäuscht, dass der Mann, auf den sie ihre Hoffnung gesetzt hatten, offenbar doch nicht der große Befreier war.

Fragen wir uns: Sind wir umgetrieben über die Kreuzigung Christi? Oder haben wir uns an sie gewöhnt? Sind wir so entsetzt über unsere eigene Schwäche und Dummheit? Und reden wir manchmal mit guten Freunden über das, was uns innerlich umtreibt?

Ich denke: Wenn wir uns nur am Sonntagmorgen eine Stunde lang mit Jesus befassen, dann bewegt uns Jesus und sein Schicksal nicht wirklich. ER kann uns nur bewegen, wenn wir immer wieder geistig bei ihm sind. Er kann sich uns nur zeigen, wenn wir ein Leben lang mit ihm und seinem Tod ringen, wenn wir mit der Tatsache ringen, dass er sich mit Gott, dem Vater, identifizierte und deswegen vom den religiösen und staatlichen Behörden ermordet wurde. Und dann fragen wir uns einmal: Gab es Situationen in meinem Leben, wo mein Herz brannte, zum Beispiel bei einem Gespräch mit einem Freund, einer Freundin, einem Ehepartner? Gab es Gespräche, bei denen wir merkten: Jetzt geht’s an die Substanz, jetzt geht’s in mein tiefstes Inneres?

Freilich: Es kann auch ganz anders gehen. In der Vorbereitung auf diese Predigt, ist mir der französiche Schriftsteller Paul Claudel eingefallen. Er verstand sich als 18-jähiger als Atheist, aber er war auf der Suche nach der Wahrheit. An Weihnachten ging er aus Langeweile und Neugier in die Kirche Notre-Dame in Paris. Und als gegen Ende der Feier das Salve Regina gesungen wurde, wußte er von einem Augenblick auf den anderen, dass es Gott gibt. Vielleich war die Voraussetzung dafür, dass er ein denkender Mensch war, und dass er plötzlich in eine ganz andere Atmosphäre kam. Plötzlich fiel es wie Schuppen von seinen Augen, und er war ein Mensch, der sein Leben bis zu seinem Tod an Gott festmachte.

Ich denke: zwei Grundhaltungen sollten wir pflegen: Die Frage danach: Was bedeutet es eigentlich, dass der wunderbare, liebenswürdige und auch anspruchsvolle Jesus aufgehängt und getötet wurde. Warum wurde er getötet? Das war die Frage der Jünger Jesu auf dem Weg nach Emmaus. Und wir sollten offen sein, um Neues in der Welt zu entdecken, mit dem wir nicht gerechnet hatten. Das war die die Situation von Paul Claudel. Er war aus den gewohnten Geleisen ausgestiegen und dabei wurden ihm die Augen geöffnet. Gott will uns die Augen öffnen und unser Herz zum Brennen bringen. Amen

Aus der Apostelgeschichte Kap.2, 14, 22-33

Am Pfingsttag trat Petrus auf, zusammen mit den Elf; er erhob seine Stimme und begann zu reden: Ihr Juden und alle Bewohner von Jerusalem! Dies sollt ihr wissen: achtet auf meine Worte! Israeliten, hört diese Worte: Jesus, den Nazoräer, einen Mann, den Gott vor euch beglaubigt hat durch Machttaten, Wunder und Zeichen, die er durch ihn in eurer Mitte getan hat, wie ihr selbst wisst - ihn, der nach Gottes beschlossenem Willen und Vorauswissen hingegeben wurde, habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und umgebracht. Gott aber hat ihn von den Wehen des Todes befreit und auferweckt; denn es war unmöglich, dass er vom Tod festgehalten wurde.  David nämlich sagt über ihn: Ich hatte den Herrn beständig vor Augen. Denn er steht mir zur Rechten, dass ich nicht wanke.  Darum freute sich mein Herz und frohlockte meine Zunge und auch mein Leib wird in Hoffnung wohnen; denn du gibst meine Seele nicht der Unterwelt preis, noch lässt du deinen Frommen die Verwesung schauen. Du hast mir die Wege zum Leben gezeigt, du wirst mich erfüllen mit Freude vor deinem Angesicht.  Brüder, ich darf freimütig zu euch über den Patriarchen David reden: Er starb und wurde begraben und sein Grabmal ist bei uns erhalten bis auf den heutigen Tag.  Da er ein Prophet war und wusste, dass Gott ihm einen Eid geschworen hatte, einer von seinen Nachkommen werde auf seinem Thron sitzen, sagte er vorausschauend über die Auferstehung des Christus: Er gab ihn nicht der Unterwelt preis und sein Leib schaute die Verwesung nicht. Diesen Jesus hat Gott auferweckt, dafür sind wir alle Zeugen. Zur Rechten Gottes erhöht, hat er vom Vater den verheißenen Heiligen Geist empfangen und ihn ausgegossen, wie ihr seht und hört.

Fürbitten

Herr Jesus Christus, wir bitten dich um Frieden für den Nahen Osten, für die Ukraine und für den Sudan. Schenke den politisch Verantwortlichen Deinen heiligen Geist, damit sie Frieden suche und nicht den Krieg. Christus höre uns

Herr Jesus Christus, schenke Eltern und allen Erziehern die Gabe ihre Kinder gut in den Glauben an den auferstandenen Christus einzuführen. Christus höre uns

Herr Jesus Christus, gib den Priestern und Katecheten die Gnade des heiligen Geistes, damit es verstehen, den Glauben an den auferstandenen Herrn gut zu verkünden. Christus höre uns

Eberhard von Gemmingen

Falls Sie noch ein Geschenk suchen, so käme vielleicht so etwas in Frage. Bitte aber nicht bei mir bestellen, sondern im Buchhandel.

     


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