Immer wieder hören wir von unseren Politikern, dass das Ehrenamt in unserer Gesellschaft wichtig sei und noch mehr gefördert werden muss. Und was macht die rot-grüne Landesregierung in NRW? Sie verweigert den Schützen einfach die Unterstützung und Anerkennung bei ihrem Vorhaben, das Schützenwesen muss UNESCO-Weltkulturerbe werden. Begründung: Man müsse in dieser Angelegenheit neutral bleiben. Ein Skandal! Warum? Eindeutig der soziale Charakter des Schützenwesens, der Bürgersinn, der Gemeinschaftsgeist und das damit verbundene gesellschaftliche, soziale und ehrenamtliche Engagement, was im egozentrischen Deutschland angesichts leerer Kassen mittlerweile nicht mehr selbstverständlich ist.
Neben dem Schützenwesen soll auch gleichzeitig das deutsche Bier, das Reinheitsgebot von 1516 und der Bierbauch zum Weltkulturerbe erklärt werden, obwohl der Bierkonsum in 2013 gesunken ist und die Bierbranche durch illegale Preisabsprachen Negativschlagzeilen produziert hat. Deshalb meine Frage an die NRW-Landesregierung: "Werden Sie sich beim möglichen Weltkulturerbe Bier genauso neutral verhalten wie beim Schützenwesen?" Ich fürchte nein. Denn Bier ist ja bekanntlich ein enormer Wirtschaftsfaktor, an dem viele Existenzen und Arbeitsplätze hängen. Und die Schützen? Sind das wirklich nur die grünen, außerirdischen Männchen, die sich ehrenamtlich für die Gemeinschaft abrackern? Und das in einer Zeit, wo das Soziale unserer Marktwirtschaft immer mehr ins Hintertreffen gerät?
Roland Klose, Bad Fredeburg
Weltkulturerbe: Schützen oder Bierbauch?
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- Geschrieben von: Roland Klose
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