Berliner Morgenpost vom 30.03.2013, Leserbriefseite, Titel: "Das Vertrauen ist dahin"
--------------------------------------------------------------------------------------------------------

Heinrich Heine wurde einmal die Frage gestellt, wieso er ein armer Dichter, sein Onkel
Salomon aber ein reicher Bankier geworden sei. Die Antwort: "Meine Mutter las immer gern Gedichte, so bekam sie einen Dichter als Sohn. Seine Mutter las immer gern Räubergeschichten, daher wurde ihr Sohn Bankier." Und was geschieht mit den Pleitebanken auf Zypern, die ihre Kunden, den Staat Zypern und die EU über den Tisch gezogen und systematisch ausgeraubt haben? Sie dürfen ihre Spielcasinos vorerst geschlossen halten, damit sie mit unserem Geld gerettet werden können. Danach werden sie aufgespalten in eine "Good Bank" und eine "Bad Bank" - sozusagen in Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Was ist das nur für eine ungerechte und paradoxe Welt, in welcher der Räuber belohnt und das Opfer verhöhnt wird?

Roland Klose, Bad Fredeburg

Teilen, Hinweis der Redaktion, Kommentieren und Bewerten in den sozialen Netzwerken und in der Bürgerredaktion:
  • Hinweis der Redaktion: Dies ist ein ungekürzter, unzensierter Originalleserbrief. Die Bürgerredaktion ist neutral. Verantwortlich für den Inhalt (auch der Kommentare) ist ausschließlich der Autor. Gedruckter Text ist farbig. Bewerten am Ende des Beitrags. INFO zum Autor, auch alle seine weiteren Artikel: klicken Sie bitte oben bei den Schlagwörtern den Namen des Autors. Ende des Hinweises.

Keine Kommentare