"Das ist nicht unser Krieg" "Wir wurden nicht konsultiert" "Wir hätten abgeraten" - du meine Güte welche markigen Worte, völlig im Gegensatz zu denen drei Wochen zuvor, als man sich hinter die USA und Israel stellte und völlig zu Recht feststellte, es sei jetzt nicht an der Zeit, unsere Partner und Verbündete zu belehren. Ganz zu schweigen von der in meinen Augen völlig richtigen Aussage beim Krieg vor einem Jahr, dass Israel für uns die Drecksarbeit leistet, um eine iranische Atombombe zu verhindern.
Natürlich kann es nicht sein, dass sich Deutschland an der Bombardierung Irans beteiligt. Aber Hilfen zur Drohnenabwehr sollte man nicht kategorisch ausschließen. Als der Iran Zypern angriff, schickten Frankreich, Spanien, Griechenland und selbst das kleine Holland Kriegsschiffe ins Mittelmeer zur Verteidigung des EU-Partners Zypern sowie zur Unterstützung des NATO-Partners Großbritannien. Und Deutschland? Erklärte in gewohnter Manier völlig substanzlos und risikofrei seine "Solidarität" und das war`s. Manchmal muss man sich schämen, ein Deutscher zu sein.
Natürlich wäre zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein militärischer Einsatz in der Straße von Hormus für die beteiligten Schiffe ein Selbstmordkommando. Auch die USA werden das jetzt vermutlich nicht machen. Aber unsere umfangreiche Kompetenz zur Minenräumung könnten wir z.B. schon anbieten, wenn die militärische Lage das zulässt. Die Öffnung der Straße von Hormus ist auch in deutschem Interesse und wir können nicht immer nur die anderen die "Drecksarbeit" machen lassen.
Anstatt aus wohl innenpolitischem Wahlkampfinteresse mit völlig unangebrachten markigen Worten die USA ohne Not zu verprellen - was uns sicherlich auf die Füße fallen wird, wäre es hilfreich gewesen, Merz hätte erst einmal nachgedacht, bevor er sich aufplusterte. Und nicht zum ersten Mal muss er nun zurückrudern: Man kann darauf wetten, dass es zuletzt eine Regelung ähnlich der oben beschriebenen geben wird. Aber dann ist die Wahl in Rheinland-Pfalz vorbei und Deutschland hat völlig sinnlos eine Konflikt mit den USA provoziert.
Wolfgang Theine












































































































