Blue Devils Weiden
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Abstieg der Blue Devils Weiden aus der DEL2 scheint inzwischen kaum noch abwendbar.
Das Duell mit einem erfahrenen Traditionsverein wie Kaufbeuren ist alles andere als einfach.
Dennoch sollte man sich vor Augen führen, was in Weiden in den vergangenen Jahren geleistet wurde.
Wer hätte vor nicht allzu langer Zeit ernsthaft geglaubt, dass sich dieser Standort überhaupt zwei Spielzeiten in der DEL2 behaupten kann?
Gerade deshalb ist es umso
bemerkenswerter, dass die Blue Devils in der vergangenen Saison noch als große Überraschung der Liga galten.
In dieser Spielzeit hingegen war von Beginn an irgendwie der Wurm drin.
Verletzungspech zog sich wie ein roter Faden durch die Saison und konnte irgendwann schlicht nicht mehr kompensiert werden.
Viele Spieler mussten über Wochen hinweg an ihre Grenzen und darüber hinaus gehen.
Statt der Mannschaft für diesen Einsatz Respekt zu zollen, waren zuletzt gellende Pfiffe zu hören.
Diese Spieler hätten Anerkennung und Beifall verdient, keine Missfallensbekundungen.
In der kommenden Saison dürfte es wieder zum interessanten Duell mit den Selber Wölfen in der Oberliga kommen, während sich die amerikanischen Investoren in Weiden nach meiner Einschätzung wieder zurückziehen werden.
Ein Engagement, das letztlich nicht den erhofften Erfolg gebracht hat.
Umso bitterer ist es zudem, dass mit Bayreuth ein weiterer traditionsreicher Eishockeystandort und potentieller Derbykandidat von der Bildfläche verschwindet.
Bleibt zu hoffen, dass in Weiden trotz allem die richtigen Lehren gezogen werden und der Standort langfristig erhalten bleibt.
Denn eines hat die jüngere Vergangenheit gezeigt.
Mit Leidenschaft und Zusammenhalt ist hier mehr möglich, als viele je gedacht hätten.
Mit freundlichen Grüßen
Alfred Kastner
Zweckentfremdung des Sondervermögens
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Zweckentfremdung des Sondervermögens ist meiner Meinung nach, soweit diese in diesem Land, das sich mir zunehmend entfremdet, überhaupt noch frei ist, ein politischer Skandal.
Was ursprünglich als gezielte und meines Erachtens noch vertretbare Maßnahme mit klar umrissener Zielsetzung zur Ankurbelung der Wirtschaft angekündigt wurde, entwickelt sich zunehmend zu einem politischen Verschiebebahnhof.
Und das auf Kosten der Glaubwürdigkeit unserer demokratischen Institutionen.
Ich habe meine Wahlentscheidung nicht leichtfertig getroffen.
Die klaren Aussagen von vor der Wahl, insbesondere zur Haushaltsdisziplin und zur transparenten Verwendung staatlicher Mittel, waren für mich ausschlaggebend.
Umso größer ist nun das Gefühl, bewusst in die Irre geführt worden zu sein.
Wenn Sondervermögen nachträglich politisch umgedeutet und für Zwecke eingesetzt werden, die mit den ursprünglichen Versprechen nichts mehr zu tun haben, stellt sich die Frage was politische Zusagen überhaupt noch wert sind?
Vertrauen ist kein beliebig erneuerbarer Rohstoff, es wird verspielt, wenn Worte und Taten so eklatant auseinanderklaffen.
Es geht hier nicht um parteipolitische Spielchen, sondern um das fundamentale Prinzip, Ehrlichkeit gegenüber den Bürgern.
Mein jahrzehntelanges hohes Vertrauen in die Politik ist mittlerweile bis auf die Grundfesten erschüttert.
Ich verstehe inzwischen Menschen, die, obwohl ohne innere Überzeugung, Protest wählen.
Das Haus Bundesrepublik Deutschland brennt lichterloh.
Denn wer vor der Wahl Klarheit suggeriert und danach Interpretationsspielräume entdeckt, beschädigt nicht nur seine eigene Integrität, sondern auch das Vertrauen in die politische Kultur insgesamt.
Von Friedrich Merz und der Union bin ich masslos enttäuscht.
Von der SPD erwarte ich ohnehin nichts mehr.
Freundliche Grüße
Alfred Kastner
Zur bevorstehenden Fussball WM
Sehr geehrte Damen und Herren,
es ist im Hinblick auf die bevorstehenden WM mal wieder Zeit für einen Leserbrief zu unserer "allseits hochgeliebten" Fussballnationalmannschaft.
Mit "größter Vorfreude" blicke ich auf die kommenden, garantiert historischen Triumphe unserer Nationalmannschaft bei der WM.
Schließlich hat sich der Deutsche Fußball-Bund in den letzten Jahren als wahre Innovationsschmiede erwiesen.
Frühes Ausscheiden ist dort längst kein Scheitern mehr, sondern ein konsequent durchgezogenes Nachhaltigkeitskonzept.
Warum Ressourcen verschwenden, wenn man auch nach der Vorrunde klimafreundlich abreisen kann?
Seit dem epochalen Titelgewinn bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien arbeitet das Team erkennbar an einem neuen Markenkern. Tradition verpflichtet, aber nur bis zur Gruppenphase.
Die Auftritte bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 und der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 waren schließlich keine Betriebsunfälle, sondern offenbar strategisch geplante Demutsgesten gegenüber der Weltgemeinschaft.
Man will ja nicht arrogant wirken.
Unter der visionären Führung des Deutschen Fußball-Bund wurde der Fokus mutig neu gesetzt. Weniger Torgefahr dafür viel mehr Diskussionskultur. Vor allem in Sachen Regenbogenfarben und Wokeness.
Während andere Nationen altmodisch an Spielsystemen, Fitness und Effizienz arbeiten, perfektionieren wir die Kunst der Selbstanalyse nach dem Ausscheiden.
Kaum jemand versteht es so virtuos, in Talkshows das „große Ganze“ zu erklären, während das Turnier ohne uns weiterläuft.
Die Hoffnung stirbt dennoch zuletzt.
Vielleicht gelingt diesmal die Sensation.
Etwa ein dramatischer zweiter Platz in der Gruppe, der erst durch ein Tor in der Nachspielzeit eines Außenseiters zunichtegemacht wird.
Dramaturgisch wäre das ein Fortschritt. Man muss die Entwicklung schließlich positiv sehen.
Sollte es erneut frühzeitig vorbei sein, könnten wir das Narrativ wenigstens ehrlich formulieren.
Deutschland ist nicht ausgeschieden. Es hat Raum für andere geschaffen.
Das ist Teamgeist auf globaler Ebene.
In diesem Sinne freue ich mich auf mehr oder weniger spannende drei Spiele der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in diesem Jahr.
Mehr wäre ja auch nur unnötige Belastung für Nerven, Reisekasse und vor allem Klimaschutz.
Schließlich liegt es vor allem an Deutschland, ob die globale Klimakatastrophe verhindert werden kann.
Freundliche Grüße
Alfred Kastner
Zum Film zur WM 1990 Lothar Matthäus
Hallo,
die WM 1990 hat einen festen Platz in meinen schönsten sportlichen Erinnerungen.
Public Viewing gab's damals noch nicht. Dafür herrlich schöne Grillabende zu den Fußballspielen der deutschen Nationalmannschaft.
Damals war, im Gegensatz zu heute, gesellschaftspolitisch alles irgendwie geordnet und überschaubar. Die Leute waren deutlich entspannter und friedlicher als heute.
RIP Franz Beckenbauer, mein Kindheitsidol, Andreas Brehme, aber auch Diego Maradona und alle anderen damaligen WM-Teilnehmer, die leider von uns gegangen sind. Ihr bleibt unvergessen.
Freundliche Grüße
Alfred Kastner
Reformunfähigkeit der Bundesregierung
Sehr geehrte Damen und Herren,
während in Deutschland Unternehmen und die arbeitende Bevölkerung, also jene, die diesen Staat überhaupt finanzieren, immer stärker mit Steuern und Abgaben belastet werden, scheint der politische Wille zu fehlen, die Ausgabenseite ernsthaft zu hinterfragen.
Besonders auffällig ist, dass der Sozialetat in der politischen Debatte praktisch als unantastbar gilt, obwohl er längst den größten Posten im Bundeshaushalt darstellt.
Anstatt offen über strukturelle Reformen zu diskutieren, wird jede Forderung nach mehr Haushaltsdisziplin oder effizienteren staatlichen Strukturen reflexartig moralisch delegitimiert.
Wer Einsparungen oder Prioritätenverschiebungen fordert, läuft schnell Gefahr, politisch in eine bestimmte Ecke gestellt zu werden.
Hier tragen vor allem Teile der deutschen, in der Mehrheit linksgrünen Medienlandschaft, Verantwortung.
Viele Kommentierungen und Beiträge folgen erkennbar einem links-grünen Deutungsmuster, in dem wirtschaftliche Vernunft oder staatliche Zurückhaltung oft vorschnell als „rechts“ etikettiert werden.
Eine solche Verkürzung verhindert jedoch die notwendige sachliche Debatte über die Zukunft unseres Landes.
Eine funktionierende Demokratie braucht pluralistische Medien, wie wir sie früher einmal hatten, die unterschiedliche Perspektiven und Meinungen zulassen, statt bestimmte Positionen vorschnell zu diskreditieren.
Nur wenn wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, soziale Verantwortung und politische Realität gleichermaßen diskutiert werden dürfen, kann eine ehrliche Lösungssuche stattfinden.
Deutschland lebt vom Engagement seiner Bürger sowie seiner Unternehmen.
Wer diese dauerhaft stärker belastet, ohne gleichzeitig über Effizienz und Prioritäten im Staatshaushalt zu sprechen, gefährdet langfristig die Grundlage unseres Wohlstands.
Mit freundlichen Grüßen
Alfred Kastner
Aussage von der Leyens dass die Abkehr von der Atomkraft ein strategischer Fehler war
Sehr geehrte Damen und Herren,
der deutsche Atomausstieg wird bis heute gern als moralische Großtat dargestellt.
In Wahrheit war er vor allem ein Beispiel für kurzfristige egozentrische Machtpolitik mit langfristig nachhaltigen Schäden für den Industriestandort Deutschland und den Wohlstand einer ganzen Nation.
Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 vollzog Bundeskanzlerin Angela Merkel innerhalb weniger Tage eine energiepolitische Kehrtwende.
Noch kurz zuvor hatte ihre Regierung Laufzeitverlängerungen für Kernkraftwerke beschlossen.
Plötzlich aber wurde der vollständige Ausstieg beschlossen, unnötig überhastet, ohne belastbare Strategie für die Energieversorgung der Zukunft und offensichtlich mit Blick auf bevorstehende Landtagswahlen.
Der Eindruck drängt sich auf, dass hier nicht nüchterne energiepolitische Abwägung den Ausschlag gab, sondern partei- und machtpolitisches Kalkül.
Merkel versuchte, die Grünen auf ihrem eigenen Terrain zu überholen und ein gesellschaftlich aufgeladenes Thema für sich zu nutzen.
Dass dabei die langfristigen Interessen eines hochindustrialisierten Landes aufs Spiel gesetzt wurden, scheint Merkel in Kauf genommen zu haben.
Besonders bemerkenswert ist, wie still viele der damaligen politischen Mitverantwortlichen geblieben sind.
Politikerinnen und Politiker, die den Atomausstieg damals begeistert unterstützten, passen ihre Position heute dem internationalen Trend an. Ursula von der Leyen heult heute, im Gegensatz zu damals, mit den Atom-Wölfen.
Merkel ist es nach ihrer eigenen Aussage offensichtlich nicht nur wegen ihrer katastrophalen Flüchtlingspolitik egal "ob sie schuld ist oder nicht".
Unrechtsbewusstsein scheint dieser Person fremd zu sein.
Weltweit wird Kernenergie wieder als ernsthafte Option zur Sicherung klimafreundlicher und stabiler Energieversorgung diskutiert.
Neue Reaktortechnologien werden entwickelt, zahlreiche Staaten bauen ihre Kapazitäten aus oder planen dies zumindest.
Deutschland hingegen hat funktionierende sichere Kraftwerke abgeschaltet und sich gleichzeitig stärker von Energieimporten abhängig gemacht, teils sogar von Strom aus ausländischen und unsicheren Kernkraftwerken.
Eine sehr bekannte amerikanische Zeitung attestierte Deutschland jüngst zurecht die dümmste Energiepolitik der Welt.
Diese energiepolitische Inkonsistenz wirkt zunehmend wie ein Symbol für eine Politik, die bis heute von Stimmungen statt von Strategie geprägt ist.
Es geht dabei nicht um eine rückwärtsgewandte Debatte über einzelne Technologien.
Es geht um die grundsätzliche Frage politischer Verantwortung.
Wer Entscheidungen von solcher Tragweite trifft, muss sich daran messen lassen, ob sie langfristig tragfähig sind oder lediglich kurzfristigen politischen Vorteilen dienen.
Der Atomausstieg von 2011 wirkt rückblickend immer mehr wie ein politischer Schnellschuss.
Die Folgen, steigende Energiepreise, Unsicherheit für Industrie und Investitionen sowie eine zunehmend widersprüchliche Energiepolitik begleiten Deutschland noch sehr lange.
Eine ernsthafte Aufarbeitung dieser Entscheidung steht noch immer aus.
Das ist der eigentliche Skandal.
Niemand wird politisch verantwortlich gemacht.
Eine ernsthafte Aufarbeitung wäre jedoch dringend notwendig, wenn Deutschland künftig wieder eine Energiepolitik betreiben will, die sich an Versorgungssicherheit, Wirtschaftskraft und langfristiger strategischer Vernunft orientiert, statt an kurzfristigen machtpolitischen Erwägungen, wie wir sie aus der aus meiner Sicht im Nachhinein unglückseligen Ära Merkel leider viel zu oft erleben mussten.
Freundliche Grüße
Alfred Kastner
Wirtschaftskrise
Sehr geehrte Damen und Herren
wir steuern mit offenen Augen auf eine wirtschaftliche Katastrophe zu, deren Ausmaß die Erinnerungen an die Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre verblassen lassen könnte.
Die Warnzeichen sind unübersehbar.
Millionen Menschen kämpfen schon heute darum, ihre Lebensgrundlage zu sichern.
Für viele steht weit mehr als nur der nächste Monatslohn auf dem Spiel. Es geht um Wohnungen, Betriebe, Altersvorsorge, kurz um ganze Lebensentwürfe.
Die Menschen spüren diese Entwicklung.
Man merkt es im Alltag auf der Straße.
Die Stimmung wird zuehmend rauer, aggressiver, misstrauischer.
Angst verwandelt sich immer häufiger in Wut.
Das ist ein brandgefährlicher Cocktail für jede Demokratie.
Und was tut die (Bundes-)Politik?
Sie wirkt, als würde sie die Dramatik der Lage entweder nicht erkennen oder nicht ernst nehmen.
Statt entschlossen zu handeln, verliert sie sich in parteitaktischen Spielchen, Personaldebatten und endlosen Selbstbeschäftigungen.
Während draußen ganze Existenzen ins Wanken geraten, drehen sich politische Debatten viel zu oft um Machtfragen, Profilierung und kurzfristige Schlagzeilen.
Das ist nicht nur verantwortungslos es ist höchst gefährlich.
Denn wirtschaftliche Verzweiflung war noch nie ein stabiler Nährboden für gesellschaftlichen Zusammenhalt oder demokratische Stabilität.
Wenn Politik jetzt nicht den Mut findet, entschlossen und mit klarem Blick zu handeln, dann wird sie nicht nur eine Krise verwalten müssen, sondern sie wird mitverantwortlich sein für ihre dramatische Eskalation.
Die Menschen erwarten zu Recht Führung, Ehrlichkeit und entschlossenes Handeln.
Sie bekommen derzeit viel zu oft das genaue Gegenteil.
Freundliche Grüße
Alfred Kastner
Kommunalwahl in Bayern
Sehr geehrte Damen und Herren,
das bayerische Kommunalwahlrecht gilt zu Recht als eines der differenziertesten und bürgernächsten Wahlsysteme in Deutschland. Insbesondere die Möglichkeit des Kumulierens und Panaschierens stärkt die Persönlichkeitswahl in bemerkenswerter Weise.
Ein Kritikpunkt bleibt jedoch bestehen, nämlich die große Zahl an Stichwahlen, insbesondere bei Bürgermeister- und Landratswahlen.
Zwar soll die Stichwahl sicherstellen, dass der Sieger über eine absolute Mehrheit verfügt. In der Praxis führt sie jedoch nicht selten zu paradoxen Ergebnissen.
Immer wieder kam es vor, dass der Kandidat mit deutlichem Vorsprung im ersten Wahlgang letztlich unterlag, weil sich im zweiten Wahlgang die Stimmen der unterlegenen Kandidaten gegen ihn bündelten.
Das kann aus Sicht vieler Wähler den Eindruck erwecken, dass das klare Votum des ersten Wahlgangs relativiert wird.
Ein möglicher Ausweg wäre eine maßvolle Reform.
Erreicht der Erstplatzierte im ersten Wahlgang mehr als 40 Prozent der Stimmen und liegt sein Vorsprung gegenüber dem Zweitplatzierten bei mehr als 10 Prozentpunkten, sollte er bereits im ersten Wahlgang zum Wahlsieger erklärt werden, auch wenn die absolute Mehrheit knapp verfehlt wird.
Ein solches Modell würde einerseits weiterhin hohe Legitimitätsanforderungen sichern, andererseits aber klare und deutliche Wahlergebnisse respektieren und unnötige Stichwahlen vermeiden.
Das bayerische Kommunalwahlrecht ist im Kern sehr gelungen. Mit einer solchen gezielten Anpassung ließe sich seine Akzeptanz und Effizienz weiter stärken, ohne den Grundgedanken der starken Bürgerbeteiligung zu beeinträchtigen.
Freundliche Grüße
Alfred Kastner












































































































