Zur CDU
Sehr geehrte Damen und Herren,
die Selbstinszenierung der CDU als staatstragende Kraft mit besonderer Regierungskompetenz ist bei näherer Betrachtung hinterfragungswürdig.
Ein nüchterner Blick auf die Geschichte ihrer Bundeskanzler legt eine deutlich kritischere Bewertung nahe.
Konrad Adenauer wird häufig als überragender Staatsmann dargestellt. Ohne Zweifel hat er in den Anfangsjahren der Bundesrepublik wichtige Weichen gestellt.
Doch gerade in seinen späteren Amtsjahren wirkte er zunehmend überholt und wenig anschlussfähig an die gesellschaftlichen Entwicklungen.
Mit Ludwig Erhard zeigte sich danach, dass wirtschaftliche Kompetenz allein nicht ausreicht, um ein Land politisch zu führen. Seine Kanzlerschaft gilt zu Recht als schwach und orientierungslos.
Kurt Georg Kiesinger wiederum bleibt nicht nur wegen seiner Vergangenheit umstritten, sondern auch politisch blass.
Helmut Kohl wird oft auf die deutsche Einheit reduziert.
Ein historischer Erfolg, der unbestritten ist.
Doch jenseits dieses Verdienstes fällt seine Bilanz deutlich gemischter aus.
Reformstau, politische Erstarrung und nicht zuletzt die Parteispendenaffäre werfen lange Schatten auf seine Kanzlerschaft.
Angela Merkel schließlich stabilisierte zwar das Land in Krisenzeiten, hinterlässt jedoch ein politisch ausgelaugtes System mit aufgeschobenen Strukturreformen.
Viele Probleme wurden verwaltet statt gelöst.
Merkel hat die Zukunft nicht gestaltet.
Die heutigen elementaren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Probleme sind vorwiegend auf ihre Kanzlerschaft zurückzuführen.
Mit Friedrich Merz scheint die CDU nun noch einen weiteren Schritt rückwärts zu gehen.
Seine politische Ausrichtung wirkt in Teilen aus der Zeit gefallen und trägt wenig dazu bei, die großen Zukunftsfragen konstruktiv zu beantworten.
Demgegenüber hat die SPD mit Persönlichkeiten wie Willy Brandt, Helmut Schmidt und Gerhard Schröder wiederholt gezeigt, dass sie in der Lage ist, das Land aktiv zu gestalten und auf gesellschaftliche Veränderungen zu reagieren.
Sei es durch Ostpolitik, wirtschaftspolitische Stabilität oder tiefgreifende Reformen.
Leider hat die heutige SPD nichts mehr gemein mit der
SPD ihrer Ahnen.
Freundliche Grüße
Alfred Kastner
Zu den aktuellen Beschlüssen der Bundesregierung
Sehr geehrte Damen und Herren,
die aktuellen Beschlüsse der Bundesregierung unter Friedrich Merz zur angeblichen Entlastung der Bürger infolge des Iran-Krieges sind nicht mehr als ein politisches Feigenblatt.
Eine temporäre Senkung der Energiesteuer und vage angekündigte Prämien ändern nichts an der strukturellen Überforderung von Haushalten und Unternehmen.
Besonders fragwürdig ist, dass ein erheblicher Teil der Lasten indirekt auf die Unternehmen abgewälzt wird.
Also genau auf jene, die bereits unter hohen Energiepreisen, Bürokratie und fehlenden Reformen leiden.
Wirtschaftsverbände warnen bereits vor Insolvenzen und massiven Belastungen ganzer Branchen.
Statt entschlossen zu handeln, präsentiert sich die Regierung zögerlich und uneinig.
Selbst der Kanzler räumt ein, dass kurzfristige Entlastungen kaum zu erwarten sind und der Staat nicht alle Verwerfungen abfedern könne.
Was dieser Bundesregierung unter Bundeskanzler Merz fehlt, ist eine klare, längerfristige Strategie in Form von echten, nachhaltigen Strukturreformen, einer verlässlichen Energiepolitik und spürbaren Entlastungen, die diesen Namen verdienen.
Stattdessen erleben wir Symbolpolitik und Verschiebebahnhöfe zulasten der Wirtschaft, und damit letztlich auch der Bürger.
Das Ansinnen des Kanzlers besteht nach meinem Eindruck hauptsächlich darin, es der irrlichternden SPD recht zu machen um seine eigene Machtposition zu sichern.
Dieses Vorgehen erinnert sehr stark an seine Vor-Vorgängerin Merkel, mit der er eigentlich ein inniges Feindschaftaverhältnis pflegt.
Was sich in gegenseitiger Abneigung gegenüber steht ist sich häufig sehr ähnlich.
Merz ist nicht der Regierungschef, den dieses Land in dieser historisch schwierigen Situation benötigt.
Diese Bundesregierung kann den aktuellen Herausforderungen nicht gerecht werden.
Deutschland braucht Führung und keine wiederholten Ankündigungen.
Freundliche Grüße
Alfred Kastner
Zum 70. Geburtstag von Grönemeyer
Sehr geehrte Damen und Herren,
Herbert Grönemeyer ist eine Person die gesellschaftspolitisch spaltet.
Was viele bei ihm als mutig und relevant feiern, empfinde ich als problematisch und diskussionswürdig.
Grönemeyer wird seit Jahrzehnten als herausragender Musiker und Schauspieler gehandelt.
Doch dieser Status scheint mir eher auf Gewohnheit und medialer Verstärkung zu beruhen als auf objektiver Qualität.
Ihm gegenüber nicht wohlwollend gestimmte Menschen vergleichen seinen Gesang gar mit imitierten "Hundegebell".
Nüchtern betrachtet wirkt sein Gesangsstil oft bemüht, mitunter unsauber und wenig vielseitig.
Seine Texte sind beliebig und inszeniert.
Emotionalität allein ersetzt keine stimmliche Präzision oder musikalische Raffinesse.
Auch seine schauspielerischen Leistungen erscheinen rückblickend eher hölzern als überzeugend.
Noch kritischer sehe ich jedoch seine politische Positionierung.
Künstlerisches Engagement im gesellschaftlichen Diskurs ist grundsätzlich begrüßenswert.
Doch wenn Prominente ihre Reichweite nutzen, um komplexe politische Themen stark vereinfacht oder einseitig, mitunter sogar populistisch darzustellen, wird es problematisch.
Grönemeyers öffentliche Aussagen, insbesondere in der Flüchtlingskrise, wirken bisweilen moralisierend und lassen wenig Raum für differenzierte Debatten oder abweichende Meinungen.
Der bekennende Merkelianer Grönemeyer wird meines Erachtens, ebenso wie sein politisches Idol, stark überschätzt.
Trotzdem nachträglich alles Gute zum 70.
Freundliche Grüße
Alfred Kastner
Zur Bundesregierung
Sehr geehrte Damen und Herren,
einer deutlichen Mehrheit der Bevölkerung fällt es zunehmend schwer, die Arbeit der Bundesregierung noch wohlwollend zu begleiten.
Was vor der Bundestagswahl als Reformversprechen verkauft wurde, wirkt heute wie ein lähmender Dauerzustand ohne klare Richtung, ohne Mut zur Entscheidung und ohne erkennbaren politischen Kompass.
Angesichts dieser Entwicklung drängt sich ein unbequemer Gedanke auf.
Lieber ein Schrecken mit klarem, sehr schnellem Ende als ein Schrecken, der sich bis 2029 endlos hinzieht.
Ganz besonders irritierend ist die Rolle von Bundeskanzler Friedrich Merz.
Für mich persönlich rangiert er mittlerweile sogar hinter Angela Merkel. Und das will was heißen!
Sein Führungsstil wirkt weder integrierend noch zukunftsorientiert, sondern vielmehr polarisierend und rückwärtsgewandt.
In einer Zeit multipler Krisen braucht es Besonnenheit, strategische Weitsicht und die Fähigkeit, gesellschaftliche Mehrheiten zu einen.
Eigenschaften, die bei Merz schmerzlich vermisst werden.
Stattdessen entsteht der Eindruck politischer Getriebenheit durch den Koalitionspartner und taktischer Kurzsichtigkeit.
Nicht minder problematisch ist der Zustand der SPD.
Eine Partei, die historisch für soziale Balance und gesellschaftlichen Zusammenhalt stand, scheint zunehmend orientierungslos und innerlich ausgehöhlt.
Ihre Handschrift ist kaum noch erkennbar, ihre Positionen wirken beliebig oder verwässert, vor allem an Positionen der Linken und Grünen angelehnt.
In dieser Verfassung stellt sich ernsthaft die Frage, welchen Mehrwert sie noch in einer Bundesregierung leisten kann,
oder ob sie nicht vielmehr Teil des Problems dieses Landes geworden ist.
Deutschland braucht keine Regierung, die sich im Klein-Klein verliert oder aus Angst vor Konflikten notwendige Entscheidungen aufschiebt.
Es braucht Klarheit, Führungsstärke und den Willen zur echten Reform.
Eine Mehrheit der Bevölkerung hat mittlerweile realisiert, dass dieses Land ohne einschneidende Reformen keine Zukunft hat.
Warum zögert der Bundeskanzler noch immer, den Willen der Bürger umzusetzen?
Wenn diese Bundesregierung hierzu nicht bereit ist, dann ist ein politischer Neuanfang, so schmerzhaft er kurzfristig auch sein mag, womöglich die ehrlichere und verantwortungsvollere Option.
Freundliche Grüße
Alfred Kastner
Kommentar Jacques Schuster in der WamS am 11.4.26
Lieber Herr Schuster,
Ihr Kommentar spricht mir aus der Seele und ist zugleich Wasser auf meine Mühlen.
Deutschland ist wirtschaftlich Schlusslicht, aber nach wie vor Urlaubsweltmeister.
90 Milliarden im Jahr nur für Urlaub. Was für ein Wahnsinn!
Man stelle sich vor, die Bürger würden wenigstens einen Teil dieser Summe in die eigene Altersvorsorge investieren.
Das Rentenproblem würde sich von selbst verzwergen.
Viel zu viele denken in Deutschland nur von Urlaub zu Urlaub ohne Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen.
Lieber verlässt man sich auf den Staat, der seit Merkels Mantra, dass hier alle gut und gerne leben sollen, alles richten soll.
Wie weit sind wir eigentlich noch vom DDR-System entfernt?
Viele Grüße
Alfred Kastner
Deutschland
Sehr geehrte Damen und Herren,
seit meinem 16. Lebensjahr bin ich schwer behindert, als Folge eines Motorradunfalls, verursacht durch einen stark alkoholisierten Autofahrer.
Ein Ereignis, das mein Leben von einem Moment auf den anderen grundlegend verändert hat.
Vor wenigen Jahren kam zudem eine schwere Krebserkrankung hinzu.
Zwei Schicksalsschläge, die viele Menschen wohl aus der Bahn geworfen hätten.
Und dennoch habe ich zeitlebens gearbeitet.
Bis heute fast 50 Jahre lang.
Pflichtbewusst, zuverlässig, die meiste Zeit sogar in einer Führungsposition.
Nicht, weil ich meinen Beruf geliebt habe, ganz im Gegenteil.
Aber Anfang der 1980er-Jahre war ich froh, überhaupt eine Chance zu bekommen. Also habe ich sie ergriffen und durchgehalten.
Mehrfach habe ich im Laufe meines Lebens versucht, mich beruflich zu verändern.
Doch immer wieder bin ich an unsichtbare Grenzen gestoßen. Besonders schmerzhaft war die Erkenntnis, dass selbst in sozialen Berufsfeldern Vorbehalte gegenüber Menschen mit Behinderung bestehen.
Chancen, die anderen selbstverständlich gewährt wurden, blieben mir verwehrt.
Seit der Corona-Zeit arbeite ich vermehrt im Homeoffice.
Und wenn ich heute tagsüber aus dem Fenster blicke, erfüllt mich das mit einer Sprachlosigkeit, die ich kaum in Worte fassen kann.
Junge, offensichtlich arbeitsfähige Menschen, die bei schönem Wetter den ganzen Tag auf Balkonen sitzen, das Leben genießen, während ich trotz aller Widrigkeiten meines Lebens jahrzehntelang meiner Pflicht nachgekommen bin.
Ich frage mich, was ist aus dem Wert der Arbeit geworden?
Aus Verantwortung, aus dem Bewusstsein, dass ein funktionierender Sozialstaat auf dem Engagement vieler beruht?
Ich habe mein Leben lang gegeben, obwohl ich allen Grund gehabt hätte, mich zurückzuziehen.
Und heute beschleicht mich das Gefühl, dass Einsatz und Durchhaltevermögen nicht mehr den Stellenwert haben, den sie einmal hatten.
Vielleicht irre ich mich. Vielleicht sehe ich nur einen Ausschnitt der Realität. Aber dieser Ausschnitt lässt mich nicht los.
Freundliche Grüße
Alfred Kastner
Zur Sperrung der Straße von Hormus
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Iran-Krieg ist ein Blick in den Abgrund, und wir stehen bereits am Rand.
Während sich die Welt an immer neue Krisen gewöhnt, geschieht nun etwas, das selbst erfahrene Beobachter erschüttert.
Die Sicherung der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Lebensadern der globalen Wirtschaft, wird aus Trotz und politischem Kalkül anderen überlassen.
Diese Entscheidung ist kein taktisches Manöver, sondern ein höchst gefährlicher Rückzug mit unabsehbaren Folgen.
Europa blickt dabei nicht nur besorgt, sondern zunehmend alarmiert in die Zukunft.
Denn was hier auf dem Spiel steht, geht weit über steigende Energiepreise hinaus.
Die Straße von Hormus ist nicht irgendein Seeweg, sie ist ein Nadelöhr, durch das ein erheblicher Teil der weltweiten Ölversorgung fließt.
Wird diese Route unsicher oder gar blockiert, droht eine Kettenreaktion, die unsere Gesellschaften bis ins Mark erschüttert.
Doch die eigentliche Katastrophe kündigt sich leiser an und wird gerade deshalb unterschätzt.
Die Versorgung mit Düngemitteln.
Ohne stabile Lieferketten geraten landwirtschaftliche Systeme ins Wanken.
Ernten brechen ein.
Preise explodieren. Eine Hyperinflation droht.
Und plötzlich ist das, was lange bei uns undenkbar schien, bittere Realität.
Leere Regale, rationierte Lebensmittel, soziale Unruhen, Bürgerkrieg.
Wir stehen vor Szenarien, die noch vor wenigen Jahren als undenkbar und Panikmache abgetan worden wären.
Heute sind sie greifbar nah.
Die politische Kurzsichtigkeit Einzelner könnte Millionen Menschen in eine Versorgungskrise stürzen, deren Ausmaß wir kaum erfassen können.
Das ist kein ferner Konflikt.
Das ist auch unser Krieg!
Es geht um fundamentale Dinge wie Stabilität, Versorgungssicherheit und um das Fundament unseres täglichen Lebens.
Wer jetzt noch zögert, wer die Tragweite dieser Entwicklung unterschätzt, handelt grob fahrlässig.
Denn wenn die Versorgung erst einmal zusammenbricht, wird es zu spät sein für Einsicht.
Mir ist bewusst dass dieser Leserbrief einmal mehr nicht abgedruckt wird.
Ein gestrandeter Wal oder ein gesellschaftlich bedeutungsloses Paar Ulmen/Fernandes sind derzeit trotz der globalen Krisen die medialen Hauptthemen.
Was für eine Ironie!
Europa und ganz besonders Deutschland und deren linksgrüne Medien wähnen sich noch immer im Merkelschen Wolkenkuckucksheim ohne zu ahnen dass wir vielleicht unmittelbar vor einer der schlimmsten Katastrophen der Menschheitsgeschichte stehen.
Trotzdem freundliche Grüße
Alfred Kastner
Zur Wahl eines grünen OB in München
Sehr geehrte Damen und Herren,
man könnte fast meinen, München habe sich in den letzten Jahren zu einem Experimentierfeld für politische Selbstverständlichkeiten entwickelt, die bei näherem Hinsehen alles andere als selbstverständlich sind.
Ein Grüner als Oberbürgermeister, für viele scheint das inzwischen so zwangsläufig wie das Oktoberfest im Herbst.
Doch ist es wirklich Ausdruck einer lebendigen Demokratie oder eher ein Zeichen dafür, dass sich die politische Vielfalt in dieser Stadt zunehmend verengt?
München rühmt sich seiner Weltoffenheit, seines Wohlstands und seiner hohen Lebensqualität.
Gleichzeitig erleben viele Bürger eine Realität, die von steigenden Mieten, zunehmender Bürokratie und linksgrün ideologisch geprägten Entscheidungen bestimmt wird.
Wer nicht ins vorherrschende politische Weltbild passt, hat oft das Gefühl, eher geduldet als gehört zu werden.
Trotzdem wählen die Münchner einen Grünen zum OB.
Man fühlt sich unweigerlich an den berühmten Ausspruch von Obelix erinnert: „Die spinnen, die Römer!“
Überträgt man diesen Gedanken in die Gegenwart, drängt sich die Frage auf, welche Stadt sich der gallische Held heute wohl aussuchen würde.
Sicher nicht eine, in der nicht jede Entscheidung von moralischer Überhöhung begleitet wird.
Sicher auch nicht eine, in der Pragmatismus vor Symbolpolitik steht.
Es geht nicht darum, eine bestimmte Partei grundsätzlich infrage zu stellen oder zu diskreditieren.
Aber die Grünen sind in ihrem jetzigen Zustand aus meiner Sicht indiskutabel.
Sie haben vor allem mit ihrer energiepolitischen fundamentalistischen Ideologie diesem Land schweren Schaden zugefügt.
Man sehnt sich regelrecht an die vergleichsweise noch realitätsbezogenen wirkenden Spitzenpolitiker der Partei der 1990er-Jahre zurück statt an heute mit Luisa Neubauer und Co.
Eine Stadt wie München sollte den Anspruch haben, unterschiedliche Perspektiven ernsthaft zuzulassen und auszuhalten.
Eine echte demokratische Kultur lebt vom Wettbewerb der Ideen, nicht von der stillschweigenden Annahme, dass ein politischer Kurs alternativlos sei.
Dass ausgerechnet die bayerische Landeshauptstadt seit Jahrzehnten weit überwiegend linksgrün regiert wird ist für die CSU im Grunde ein Super-Gau.
Freundliche Grüße
Alfred Kastner
Luisa Neubauer
Sehr geehrte Damen und Herren,
es fällt schwer, die öffentliche Präsenz von Luisa Neubauer nicht kritisch zu hinterfragen.
Kaum ein politisches oder gesellschaftliches Thema, wie aktuell der "Fall Ullmen" scheint vor ihr sicher zu sein.
Ob sie nun direkt betroffen ist oder nicht. Sie mischt sich ungebeten ständig ein.
Dieser Drang, sich zu nahezu allem zu äußern, wirkt weniger wie konstruktives Engagement, sondern eher wie ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und der Befriedigung des eigenen Egos.
Gerade weil sie aus einem sehr privilegierten Umfeld stammt, wäre ein gewisses Maß an honorige Zurückhaltung und Selbstreflexion eigentlich angebracht.
Bei Neubauer jedoch Fehlanzeige.
Stattdessen entsteht häufig der Eindruck, dass sie mit moralischem Absolutheitsanspruch auftritt und vor allem andere Positionen vorschnell abwertet.
Das stößt viele Menschen vor den Kopf, vor allem wegen der Art und Weise ihres aus meiner Sicht arroganten Auftretens.
Luisa Neubauer ist für mich einer der unsympathistischen Personen in der Gesellschaftspolitik.
Zudem wirkt ihre Kommunikation oft einseitig und ideologisch absolutistisch geprägt.
Differenzierung, die in einer pluralistischen Gesellschaft notwendig wäre, bleibt bei ihr auf der Strecke.
Wer ständig zu allem Stellung bezieht, läuft Gefahr, an Glaubwürdigkeit zu verlieren.
Insbesondere dann, wenn komplexe Themen stark vereinfacht dargestellt werden, wie es bei Neubauer regelmäßig zu beobachten ist.
Kritik an politischen und gesellschaftlichen Missständen ist wichtig und notwendig.
Doch sie gewinnt an Gewicht, wenn sie mit Augenmaß, Respekt und der Bereitschaft zur echten Debatte vorgetragen wird.
Genau daran mangelt es bei Luisa Neubauer fundamental.
Freundliche Grüße
Alfred Kastner
Iran Krieg
Sehr geehrte Damen und Herren
es ist kaum zu fassen, mit welcher Mischung aus Selbstüberschätzung und strategischer Planlosigkeit Donald Trump den Konflikt mit Iran vorantreibt.
Was als angeblich kurzer, entschlossener Schlag verkauft wurde, ist längst zu einem unkalkulierbaren Flächenbrand geworden.
Israel hat ein berechtigtes Interesse, Iran als Atommacht zu verhindern.
Denn die Mullahs haben nie einen Zweifel daran gelassen, dass deren oberstes Staatsziel die Auslöschung Israels ist. Möglichst mit Atomwaffen.
Aber was ist das Kriegsziel der USA?
Die Realität dieses Krieges sieht jedenfalls anders aus als die martialische Rhetorik der Trump-Administration.
Der Krieg eskaliert, die Straße von Hormus bleibt blockiert, und ein Fünftel des globalen Ölhandels steht auf der Kippe.
Die Folgen sind bereits spürbar. Explodierende Energiepreise, drohende Benzinrationierungen auch in Deutschland, hypernervöse Märkte, eine drohende Hyperinflation und eine wachsende Angst vor einer unvergeichlich schlimmen Weltwirtschaftskrise.
Trump agiert dabei nach einem gefährlichen Muster. Drohen, zurückrudern, erneut eskalieren.
Selbst Beobachter sprechen inzwischen davon, dass diese Taktik an Wirkung verliert, weil weder Gegner noch Märkte sie noch ernst nehmen.
Das ist kein Zeichen von Stärke sondern das Symptom eines Kontrollverlusts. Und dies ist das eigentlich Alarmierende.
Während sich der Westen wirtschaftlich selbst unter Druck setzt und fundamental schwächt reiben sich andere Mächte die Hände.
China profitiert von jeder Schwächung westlicher Märkte, von jedem Dollar, der durch steigende Energiepreise entwertet wird, und von jeder geopolitischen Spaltung, die der Westen sich selbst zufügt.
Das Regime des Iran zeigt sich trotz massiver Angriffe weiterhin widerstandsfähig und weist US-Forderungen kategorisch zurück.
Der äusserst hochgerüstete Iran setzt auf einen langen, seine Kriegsgegner zermürbenden Konflikt.
Für die USA könnte der Iran zum Vietnam Deja vu werden.
Von einem schnellen „Sieg“, wie einst versprochen, kann keine Rede mehr sein. Ganz im Gegenteil.
Dieser Krieg ist kein Zeichen strategischer Stärke, sondern ein Lehrstück politischer Kurzsichtigkeit und einer fehlenden Strategie.
Am Ende droht genau das Szenario, das man angeblich verhindern wollte.
Ein geschwächter Westen, destabilisierte bis erodierende Märkte und ein geopolitischer Machtgewinn für andere.
Die sehr grosse und Existenzen vernichtende Zeche dafür zahlen nicht die politischen Entscheider, sondern Bürger und Wirtschaft auf beiden Seiten des Atlantiks.
Freundliche Grüße
Alfred Kastner
SPD
ehr geehrte Damen und Herren,
die Entwicklung der SPD seit den die Partei asymetrisch demobilisierenenden Merkel-Jahren erfüllt viele langjährige SPD-Anhänger inzwischen mit großer Bestürzung.
Vergleicht man die Partei mit der SPD der 1960er und 1970er Jahre, so drängt sich der Eindruck auf, dass ein erheblicher Teil ihrer früheren politischen Klarheit, ihres Mutes und ihrer eigenständigen Programmatik vollständig verloren gegangen ist.
Die SPD jener Jahrzehnte war, im Gegensatz zu heute, geprägt von grossen Persönlichkeiten und stand für eine Politik, die sowohl gesellschaftliche Reformen als auch wirtschaftliche Vernunft miteinander zu verbinden wusste.
Sie war in der Lage, große Linien zu denken. Ostpolitik, sozialer Ausgleich, aber auch sicherheitspolitische Verantwortung.
Dabei trat sie selbstbewusst auf, als gestaltende Kraft mit klar erkennbarem Profil.
Heute hingegen wirkt die SPD vielfach orientierungslos und in Teilen abhängig von der politischen Agenda der Grünen oder der Linken.
Statt eigene sozialdemokratische Kernanliegen in den Mittelpunkt zu stellen, etwa die Interessen von Arbeitnehmern, bezahlbares Wohnen oder industrielle Wettbewerbsfähigkeit, scheint sie sich häufig an Positionen anzulehnen, die nicht immer mit den klassischen Werten ihrer (ehemaligen) Stanmwählerschaft übereinstimmen.
Die SPD wirkt heute als eine Fürsprecherpartei für notorisch Arbeitsunwillige, die auf Kosten der Steuerzahler ihr Dasein fristen.
Diese Entwicklung wirft grundlegende Fragen auf.
Wo ist der eigenständige sozialdemokratische Kompass geblieben? Wo die Fähigkeit, auch gegen den Zeitgeist eine ausgewogene und realitätsnahe Politik zu vertreten?
Eine Partei, die sich zu sehr an Minderheiten anpasst, läuft Gefahr, ihre Identität zu verlieren und damit auch das Vertrauen der Mehrheit, die sich eigentlich von ihr vertreten fühlen sollte.
Deutschland braucht eine starke, eigenständige Sozialdemokratie, die soziale Gerechtigkeit mit wirtschaftlicher Vernunft verbindet und nicht im Schatten anderer politischer Kräfte, vor allem den desorientiert ideologisierten Grünen und Linken, steht.
Die SPD täte gut daran, sich auf ihre historischen Stärken zu besinnen, statt sich weiter in politischen Abhängigkeiten zu verlieren, die dem Land langfristig schaden.
Für das Überleben SPD steht es eine Sekunde vor Zwölf. Wenn die Partei das nicht endlich realisiert, dann bestraft sie der Wähler.
Freundliche Grüße
Alfred Kastner












































































































