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Dr. Ulrich Etscheit

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Kastner400

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Debatte und die Forderung nach mehr Eigenverantwortung in der Pflege ist komplex und vielschichtig.
Im Pflegebereich besteht ein hohes Einsparpotenzial ohne dass die wirklich pflegebedürftigen Menschen spürbar darunter leiden müssten.
Es gibt durchaus Hinweise darauf, dass Pflegedienste im Alltag mit unangemessenem Verhalten und überzogenen Ansprüchen konfrontiert werden.
Viele Pflegekräfte fühlen sich von Patienten und Angehörigen respektlos behandelt oder als reine „Dienstleister“ missverstanden.
Dabei hätten Angehörigen oft die Zeit und Möglichkeit, bei der Pflege für die Allgemeinheit kostenentlastend mitzuwirken.
Doch das reine Anspruchsdenken ist in Deutschland, nicht nur bei der Pflege, besonders stark ausgeprägt.
Der Trend zur Vollkaskomentalität „Ich zahle Beiträge (häufig sogar auch keine), also steht mir alles zu“ führt dazu, dass grundlegende pflegerische Prinzipien wie die Förderung der Selbstständigkeit (aktivierende Pflege) zugunsten von Bequemlichkeit ignoriert werden.
Ich frage mich wie die Pflege von bedürftigen Menschen vor der Einführung der Pflegeversicherung funktioniert hat?
In früheren Zeiten war die Eigenverantwortung der nächsten Angehörigen offensichtlich deutlich stärker ausgeprägt.
Es gibt Fälle, in denen „Hilfebedarf“ simuliert wird, oder in denen Pflegekräfte verbal oder körperlich angegangen werden, wenn Wünsche nicht sofort erfüllt werden.
Das überlastet Personal und blockiert Zeit für wirklich schwer pflegebedürftige Menschen.
Mehr Eigenverantwortung bedeutet nicht, pflegebedürftige Menschen allein zu lassen.
Im Gegenteil. Wahre Pflege respektiert die Würde, indem sie den Menschen so lange wie möglich als handelndes Subjekt sieht und nicht als passives Objekt.
Wer eigenverantwortlich handelt, etwa bei der Mobilisation mitwirkt, bleibt länger selbstständig.
Der Appell zur Eigenverantwortung innerhalb der Familie ist legitim und dringend nötig.

Freundliche Grüße
Alfred Kastner


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