Sehr geehrte Damen und Herren,
in der CDU rumort es angesichts der desaströsen Umfragewerte für die Partei und insbesondere für Bundeskanzler Merz gewaltig.
Die CDU würde ohne die noch relativ stabile CSU wahrscheinlich nicht weit vor der SPD rangieren.
Ein Indiz für die Panik, die die Partei offensichtlich ergriffen hat, ist das Gerücht, dass Merz gegen den in der Bevölkerung weitaus beliebteren nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst per Misstrauensvotum ausgewechselt werden soll.
Die hohen Popularitätswerte von Wüst sind mir nicht erklärlich. Nach meinem Dafürhalten gehört er zu jener Sorte von Politikern, die "ihr Fähnchen in den Wind halten".
Grosse politische Erfolge hat er jedenfalls nicht vorzuweisen.
Aber zugegeben: Mit den Grünen einigermaßen geräuschlos und konfliktfrei zu regieren, ist für sich genommen anerkennenswert.
Nach meiner Überzeugung wünscht sich eine weit überwiegende Mehrheit der Bevölkerung "Merkel" zurück. Zur Not auch einen männlichen.
Dabei wird noch immer häufig verkannt, dass Merkel die Bevölkerung im Sinne ihrer eigenen Popularitätswerte jahrelang in Watte gebauscht und die immer größer werdenden Probleme regelmäßig unter den Teppich gekehrt hat, bis dieser zur Stolperfalle für ihre Nachfolger wurde.
Es wird der Tag kommen, an dem auch die Kanzlerschaften Merkels objektiv, wahrheitsgemäß und gerecht beurteilt werden, auch wenn ich diesen voraussichtlich nicht mehr erleben werde.
Für den Intimfeind Merkels, Bundeskanzler Merz, wird es ab sofort richtig eng.
Wenn bis zur Sommerpause nichts Entscheidendes in Sachen Reformen passiert, dürften die Sägen an seinem Stuhl heisslaufen.
In diesem Fall erwartet uns ein "heißer Sommer".
Wenn man sich jedoch mit der Biographie von Friedrich Merz beschäftigt, was ich erstmals getan habe, dann gibt es noch einen Funken Hoffnung, dass er vielleicht doch noch rechtzeitig "die Kurve hinbekommt".
Bislang habe ich angenommen,dass Merz von Kindesbeinen an ein Streber und Muttersöhnchen war, der seine berufliche und politische Karriere bereits im Kindergarten geplant hat.
Mitnichten.
Merz war in seiner Jugendzeit zwar kein "Gammler", aber offensichtlich tendenziell teilweise nicht weit davon entfernt.
Er hing oft einfach nur herum, war in der Schule aufsässig, blieb einmal sitzen und schaffte das Abitur mehr schlecht als recht.
Sein Vater wollte ihn auf den Bau schicken, damit er ein ordentliches Handwerk erlernt.
Seine Mutter und kurze Zeit später seine Frau waren es, die ihn dazu bewegten, ein Studium aufzunehmen.
Merz ist eine Persönlichkeit, die stets einen zweiten Anlauf benötigt, um endlich durch zu starten.
Ob die Wahl zum Parteivorsitzenden oder Bundeskanzler.
Als ihn Merkel vor Jahren als Fraktionsvorsitzenden kalt gestellt hatte, begab er sich in sein Schicksal ohne zu kämpfen.
Dabei hatte er die Anlagen, Merkel zu "verhindern".
Er kann noch immer als ein großer Kanzler in die Geschichte eingehen.
Im Gegensatz zur in weiten Teilen der Bevölkerung und bei den linksgrünen Medien dauerbeliebten Merkel waren auch die ganz Großen Adenauer, Kohl, Brandt und Schmidt zwischenzeitlich weniger beliebt.
Ein entscheidender Schritt für Merz zur positiven Wende wäre, Arbeitsministerin Bas zu entlassen und durch einen ideologiefreien und sachlich orientierten Minister zu ersetzen.
Den naturgemässen Widerstand bei der SPD und den linksgrünen Medien muss er aushalten.
Aber die SPD wird sich sehr genau überlegen, ob sie wegen der irrlichternden Bas Neuwahlen riskiert.
Denn dann droht definitiv die Einstelligkeit.
Freundliche Grüße
Alfred Kastner












































































































