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Dr. Helge Scheibe

Die Reaktionen deutscher Politiker zeigen den Kleingeist, der in Deutschland  herrscht. Deutschland hatte lange genug einen Sitz im Sicherheitsrat, aber wir haben ihn nicht gepachtet. Kleinere Staaten warten Jahrzehnte auf einen Sitz. Und die ganze Welt hat gesehen, dass Deutschland mit Frau Baerbock nicht die qualifizierteste Kandidatin bei der letzten Wahl aufgestellt hatte, sondern diejenige, die am gierigsten nach diesem Posten gegriffen hat. Dazu kommt, dass Frau Baerbock meinte, die Welt mit missionarischem feministischem Eifer beglücken zu müssen, wobei Deutschland ohnehin als Besserwisser verschrien ist, aber gegenüber Israel völlig unkritisch auftritt. Wer jetzt auch noch die Gelder kürzen will, der offenbart überdeutlich, wie klein sein Horizont ist. Sollen wir etwa andere Länder bestrafen, weil sie in einer freien Wahl Deutschland nicht gewählt haben? Ein Land, das so denkt, wird auch die nächste Wahl nicht gewinnen.

Helge Scheibe


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3 Kommentare

  • Wenn man mal einen "Faktenscheck" macht, sieht die Angelegenheit doch um Einiges anders aus, als in diesem Beitrag dargestellt. Für den nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat wird alle zwei Jahre für zwei Jahre gewählt. Deutschland hat sich in der Vergangenheit alle 8 Jahre für einen solchen Sitz beworben, zwischendurch gab es jeweils vier Wahlperioden, in denen Deutschland zu anderen Staaten nicht in Konkurenz stand. Es kann also keine Rede davon sein, dass Deutschland "lange genug" einen solchen Sitz beanspruchte und damit kleineren Staaten die Chancen nahm.Zuletzt hatte Deutschland von 2018 bis 2020 einen solchen Sitz inne - damals hieß der Außenminister Heiko Maas von der SPD, in dessen Verantwortung es gelegen hätte, die Kampagne zur Wahl für 2028 vorzubereiten, von Frau Baerbock war noch nicht einmal die Rede. Es ist also Unsinn zu behaupten, Frau Baerbock habe "am Gierigsten nach diesem Posten gegriffen". Und auch mit der jetzigen, verlorenen Wahl hat sie nicht das geringste zu tun - sie ist längst Geschichte und der Außenminister heißt jetzt Johann Wadepuhl.Man kann  über Frau Baerbock ja denken was man mag, am jetzigen Fiasko trägt sie sicherlich keine Schuld. Und im Übrigen: Wenn "die ganze Welt" angeblich ihre Unfähigkeit sieht, wieso hat dann die UN -Vollversammlung mit großer Mehrheit sie zu ihrer Präsidentin gewählt? Aber es gibt ja leider immer wieder Menschen, die einen solchen Hass Andersdenkender auf sich ziehen, dass sie für alles Schlechte auf der Welt verantwortlich gemacht werden.
  • Übrigens: Die selten blöde Forderung, jetzt die Beiträge für die UN zu kürzen, kam von der Union. Nicht dass auch hierfür Frau Baerbock verantwortlich gemacht wird...

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