Partner suchen Alternativen nach Notbremse für Europa-Schulprojekt
Es scheint paradox, dass der einstige, in das Joachimsthalsche Gymnasium gepflanzte Geist hartnäckig im bröckelnden Gemäuer festzustecken scheint, während der Zeitgeist sich im rasanten Tempo von Jahr zu Jahr verändert.
Der Bedarf änderte sich von Bildung hin zu Wohnraum, Wasserski, dann wieder zu Bildung und nun ist es wohl an der Zeit den Bedarf neu zu erkunden.
Den Gedanken einer Jugendherberge kann man wohl getrost im Winde verwehen lassen, denn Templin scheitert ganz sicher im Vergleich zu England, Spanien oder schlicht Mallorca.
Uckermärker Platt ist sicher noch kein Wahlfach, wie Englisch oder Spanisch.
Das wahrscheinlichste Szenario erscheint der Hingabe an den Zeitgeist zu sein. Die Bundeswehr ist derzeit sehr gut finanziell ausgestattet, sodass die Stadt Templin mit einem blauen Auge oder sogar recht gut aus der Sache – wenn man das ehemalige Gymnasium als Investitionsloch betrachtet – herauskommen könnte.
Der Zeitgeist hat alle Weichen auf die Fähigkeit der Resilienz und Wehrhaftigkeit seiner Bürger gesetzt. Das Reservistenverstärkungsgesetz ist gerade durch alle Instanzen gerutscht, das Wehrdienstgesetz ist seit Anfang des Jahres auf Probe in Kraft gesetzt. Die Weichen für die ehemaligen NVA-Soldaten sind so gestellt, dass innerhalb von 14 Tagen Training ein Eid auf die Demokratie der BRD geschworen werden kann.
Der Platz in Prenzlau wird unter diesen Umständen wohl kaum ausreichen. Das Gelände gibt es allemal her und erspart weite Anfahrtswege. Zumal die Reservisten zwölfmal pro Jahr gerufen werden können, um die Fortbildungen nicht ins Stocken geraten zu lassen.
In letzter Zeit ist die Bundeswehr ja oft auf dem Marktplatz zu sehen gewesen, so dass man schon mal schnuppern konnte.
Ich selbst habe bereits das zweite Mal meinen KDV-Antrag eingereicht und bewilligt bekommen, aber das tut der Sache keinen Abbruch. Der Geist der alten Stätten muss irgendwann unweigerlich dem Zeitgeist weichen, so könnte man in dem Atemzug auch sogleich der sowjetischen Ehrenfriedhof (Russenfriedhof) in eine neue Form pressen.
Denkbar wären Monumente der Resilienz, unserer Demokratie oder/und der heldenhaften Bundeswehr.
Wer glaubt, dass Denkmalschutz dem Zeitgeist nicht weichen muss, sollte sich die aktuellen Debatten um die Aufhebung des Biosphärenreservats Schorfheide oder ähnliche Standorte für WKA und Solar genauer anschauen. Die Kosten für die nötigen Umbauten sind wahrscheinlich lächerlich im Vergleich zu Bunkern, 400 Tomahawks oder anderen Projekten wie die Schutzschilde um Europa (Earthshield, Skyshield, Airshield usw.)
Uwe Reetz












































































































