Die geplante Pflegereform 2027 ist ein Schlag ins Gesicht all jener Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet, eingezahlt und vertraut haben. Während die Bundesregierung Milliarden für internationale Verpflichtungen und Rüstungsausgaben bereitstellt, soll ausgerechnet im Bereich der Pflege gespart werden – dort, wo die Schwächsten unserer Gesellschaft auf Unterstützung angewiesen sind.
Schon heute liegen die Eigenanteile in Pflegeheimen bei 2.500 bis 3.500 Euro monatlich. Viele ältere Menschen im Landkreis Vorpommern-Rügen können diese Summen nicht aufbringen. Familien werden überfordert, Ersparnisse aufgezehrt, Lebenswerke verkauft. Und nun soll die Belastung weiter steigen? Das widerspricht dem Sozialstaatsprinzip nach Art. 20 Abs. 1 GG und berührt die Menschenwürde nach Art. 1 Abs. 1 GG.
Der Staat muss gegensteuern – nicht reformieren, indem er Leistungen kürzt. Notwendig sind eine Deckelung der Eigenanteile, ein höherer Steuerzuschuss zur Pflegeversicherung und eine Stärkung der kommunalen Pflegeinfrastruktur. Pflege darf nicht zum Luxusgut werden.
Ich fordere die politischen Entscheidungsträger auf, diese Reform kritisch zu überarbeiten und die Interessen der Pflegebedürftigen ernst zu nehmen. Ein Sozialstaat zeigt sich nicht in Sonntagsreden, sondern darin, wie er mit seinen schwächsten Bürgern umgeht
Mit freundlichen Grüßen
Peter Ahrend











































































































