Rentenreform: Die Regierungsparteien müssen endlich handeln! Die Debatte um die Rente mit 63 zeigt, wie dringend wir eine gerechtere Rentenpolitik brauchen. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft gehen im untersten Einkommensfünftel nur fünf Prozent vorzeitig in Rente, während es in höheren Einkommensgruppen mehr als 30 Prozent sind.
Entscheidend muss sein, unter welchen Bedingungen Menschen gearbeitet haben. Die einen, die bis ins Alter eine weniger belastende Tätigkeit ausüben konnten, können sich den vorzeitigen Ruhestand leisten, die anderen müssen trotz jahrzehntelanger harter körperlicher Arbeit aus finanziellen Gründen weiterarbeiten.
Das wirft die Fragen auf: Profitieren diejenigen von der Rente mit 63, die sie am dringendsten benötigen, und ist das soziale Gerechtigkeit?
45 Beitragsjahre dürfen kein starres Dogma sein.
Mein Appell an die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD: Beenden Sie Ihre gegenseitigen, parteipolitischen Schuldzuweisungen und einigen Sie sich endlich auf eine tragfähige Rentenreform, die den Menschen gerecht wird, indem Sie gemeinsam flexible und sozial gerechte Regeln schaffen!
Ich fordere:
Früherer Renteneintritt für Menschen in belastenden Berufen: Körperlich schwere Arbeit und nachweislich hohe berufliche Belastungen müssen stärker berücksichtigt werden.
Gezielte Unterstützung für Geringverdiener: Wer jahrzehntelang gearbeitet und Beiträge gezahlt hat, darf im Alter nicht aus finanziellen Gründen gezwungen sein, länger zu arbeiten, als es die eigene Gesundheit zulässt.
Eine gerechtere Regelung für die Rente nach langjähriger Versicherungszeit: Entscheidend müssen neben den Beitragsjahren auch soziale Härten und die tatsächlichen Arbeitsbedingungen sein.
Verlässliche Finanzierung statt politischer Versprechen: Die Regierungsparteien müssen offenlegen, wie ihre Vorschläge finanziert werden, ohne die jüngere Generation übermäßig zu belasten.
Ein verbindlicher Zeitplan: CDU/CSU und SPD müssen sich auf konkrete Maßnahmen, klare Zuständigkeiten und einen festen Umsetzungstermin verständigen. Es kann nicht sein, dass sich die Regierungsparteien monatelang über die Rente streiten, während Millionen Menschen nicht wissen, ob sie nach einem langen Arbeitsleben finanziell abgesichert sein werden.
Meine klare Forderung an die Bundesregierung: Legen Sie einen gemeinsamen Reformplan vor, der noch in dieser Legislaturperiode konkrete Verbesserungen für Menschen mit niedrigen Einkommen und in körperlich belastenden Berufen auf den Weg bringt.
Es geht nicht darum, die 45 Beitragsjahre abzuschaffen oder die Lebensleistung der Menschen abzuwerten, sondern starre Regeln durch gerechte Lösungen zu ersetzen.
Die Bürger erwarten von der Bundesregierung keine weiteren Ankündigungen und parteipolitische Machtspiele, sondern gemeinsame Verantwortung und konkrete Ergebnisse. Legen Sie einen verbindlichen Zeitplan vor und bringen Sie eine Reform auf den Weg, die Leistung anerkennt und soziale Ungleichheit im Alter verringert.
Soziale Gerechtigkeit darf kein Wahlkampfversprechen bleiben. Sie muss sich im Alltag der Menschen zeigen.
Berthold Gehlen
Rentenreform: Die Regierungsparteien müssen endlich handeln!
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