Alfred Kastner

Sehr geehrte Damen und Herren,


die Diskussionen über antisemitische Strömungen und die mangelnde Abgrenzung zu israelfeindlichen Akteuren innerhalb der Partei Die Linke werfen grundlegende Fragen über die politische Kultur in Deutschland auf.


Angesichts der historischen Verantwortung Deutschlands im Hinblick auf die Verbrechen des Nationalsozialismus ist jegliche Form des Antisemitismus, auch wenn sie als vermeintlicher Antizionismus oder Israelkritik getarnt wird, inakzeptabel. 


Dass Teile einer im Parlament vertretenen Partei mit Organisationen oder Parolen sympathisieren, die das Existenzrecht Israels infrage stellen, ist ein alarmierendes Zeichen.


Die berechtigte Frage stellt sich, warum die Hürden für staatliche Konsequenzen oder die Prüfung eines Verbotsverfahrens bei linksextremistischen Strömungen in der Wahrnehmung oft anders bewertet werden als bei Rechtsextremisten. 


Wenn Verbotsverfahren für die AfD gefordert wird, dann  auch für die Nachfolgepartei der verbrecherischen SED.


Eine wehrhafte Demokratie muss den Schutz jüdischen Lebens und den Kampf gegen Judenhass konsequent und ohne parteipolitische Doppelstandards auf allen Ebenen durchsetzen.


Das sind wir den Hunderttausenden unschuldigen jüdischen Opfern der NS-Zeit bis heute schuldig.Freundliche Grüße 
Alfred Kastner 

 

  • QR Code dieser Seite der Bürgerredaktion.de:
  • Hinweis der Redaktion: Dies ist ein ungekürzter, unzensierter Originalleserbrief. Die Bürgerredaktion ist neutral. Verantwortlich für den Inhalt (auch der Kommentare) ist ausschließlich der Autor. Gedruckter Text ist farbig. Bewerten am Ende des Beitrags. INFO zum Autor, auch alle seine weiteren Artikel: klicken Sie bitte oben bei den Schlagwörtern den Namen des Autors. Wenn der Artikel nicht vollständig angezeigt wird (...), klicken Sie bitte auf den Titel. Ende des Hinweises.

Keine Kommentare