Sehet, welch ein Papst!
- Details
- von Otfried Schrot
- Zugriffe: 1780
Nun hat der Papst „noch einen drauf gesetzt“: er hat Abtreibung mit Auftragsmord verglichen. Er setzt Ärzte, die eine Schwangerschaft unterbrechen, mit Auftragsmördern gleich. Damit wird er die Zuneigung der Welt zur Katholischen Kirche nicht vergrößern. Er setzt sich über die Gründe von Millionen von schwangeren Frauen hinweg, die sich die Entscheidung nicht leicht gemacht haben, ihre Schwangerschaft zu unterbrechen, und lässt sie damit allein.
Empfehlung Nr. 1 an den Papst: Heiliger Vater, schaffen Sie erst einmal unter Einschaltung aller Ihrer diplomatischen Beziehungen die Kriege ab, den Fluch Nummer 1, der seit ewigen Zeiten auf der Menschheit lastet und immer und überall die Unschuldigen trifft – und berufen Sie sich dabei vor den Regierungen in aller Welt auf die Präambel der Charta der Vereinten Nationen, in der 1945 die Abschaffung des Krieges bereits beschlossen worden ist! Wenn Sie das geschafft haben, dann sollten Sie ein Konzil einberufen, auf dem erörtert wird, wie wir die G r ü n d e aus der Welt schaffen können, aus denen sich Schwangere für einen Abbruch ihrer Schwangerschaft entscheiden!
Empfehlung Nr. 2 an den Papst: Heiliger Vater, ein nichtkatholischer Weltbürger wagt es, Ihnen einen Rat zu geben, der aus der Zeit des Römischen Reiches stammt: Quidquid agis, prudenter agas, et respice finem!“ (Was immer du tust, handele klug und bedenke das, was dabei herauskommt!) Otfried Schrot
- Hinweis der Redaktion: Dies ist ein ungekürzter, unzensierter Originalleserbrief. Die Bürgerredaktion ist neutral. Verantwortlich für den Inhalt (auch der Kommentare) ist ausschließlich der Autor. Gedruckter Text ist farbig. Bewerten am Ende des Beitrags. INFO zum Autor, auch alle seine weiteren Artikel: klicken Sie bitte oben bei den Schlagwörtern den Namen des Autors. Ende des Hinweises.











































































































