Bundesbildungsministerin Johanna Karliczek (CDU) - die "Karl(a)sson vom Dach" des Berliner Reichstags - will eine staatlich festgelegte Mindestausbildungsvergütung für Azubis und Azubinen durchsetzen. Sie soll ab dem 01.01.2020 im ersten Lehrjahr für die Leistung von Frischlingen Euro 515 und bis Ende 2023 Euro 620 brutto betragen. Durch ebenfalls gesetzlich normierte "Wertschöpfungsaufschläge" sollen die Basiswerte der Mindestausbildungsvergütung im zweiten Lehrjahr um 18%, im dritten Lehrjahr um 35% und im 4. Lehrjahr um 40% steigen.
Prima, dann bekommt demnächst sogar ein sog. Grundsicherungsrentner - Hartz-IV-Rentner - für seine Lebensleistung weniger Rente in Brutto als ein Lehrling im dritten Ausbildungsjahr für seine Einstiegsleistung. Lehrjahre sind bekantlich keine Herren-, Damen- oder Diversenjahre, aber sie sind nach Karliczek demnächst sogar mehr wert als "DIE-TAFEL- und Hartz-IV-Rentenjahre" von Grundsicherungsrentnern nach einem arbeitsreichen Leben.
Wie hohl und sozial ungerecht ist eigentlich GroKo-4.0-Ministerin Karliczek? Wer hat eigentlich noch Respekt vor der Lebensleistung von Rentnern? Kaum ein Politiker, weil die sog. RESPEKT-Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung angeblich nicht bezahlbar sein soll, dafür aber die staatlich festgelegte Mindestausbildungsvergütung für Azubis und Azubinen. WIR sind Deutschland? Nein, dieses "GroKo-4.0-Deutschland" ist nicht meins, weil ich es schon lange nicht mehr verstehe.
Roland Klose, Bad Fredeburg
Die "Karl(a)sson vom Dach", Johanna Karliczek, und ihre staatlich festgelegte Mindestausbildungsvergütung
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- Geschrieben von: Roland Klose
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