EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) schlägt in der Corona-Krise die Einführung von Eurobonds vor. Da war doch was? Ja, natürlich, in der Finanzkrise 2008 hatte die damalige Bundesarbeitsministerin von der Leyen (2009-13) noch kategorisch die Einführung von Eurobonds zur Stabilisierung der EU-Wirtschaft abgelehnt. Eurobonds sind nämlich der Einstieg in die sog. EU-Schuldenunion, wo jedes EU-Mitgliedsland quasi für das jeweilige andere haftet.
 
Eine EU-Schuldenunion ist meines Erachtens der gänzlich falsche Weg. Warum? Die Flüchtlingskrise 2015 und die Corona-Krise 2020 haben gezeigt, dass die EU-Mitgliedstaaten im Krisenmodus stets unterschiedliche Positionen vertreten und nicht gemeinsam handeln, sonders jedes Land für sich eigene Wege geht. Eurobonds führen deshalb schnurstracks in die finanzielle Katastrophe. Am Ende bleibt Deutschland auf den Schulden anderer EU-Mitgliedstaaten hängen.
 
Eurobonds machen nur Sinn für EU-Mitgliedstaaten, die bereits den Euro haben und bereit sind, umgehend nach den Vorbildern der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und den 16 föderalen deutschen Bundesländern endlich die Vereinigten Staaten von Europa zu gründen.


gez. Roland Klose, Bad Fredeburg

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