Das Oberste Verwaltungsgericht der Türkei, das vom Erdogan-AKP-Regime nicht unabhängig ist, hat entschieden: Die einst mächtigste und größte Kirche der katholischen Christenheit in Konstantinopel (heute: Istanbul) im Mittelalter vor den Schismen oder "Ehescheidungen" mit den orthodoxen, anglikanischen und reformatorischen Kirchen - die Hagia Sophia (die Heilige Weisheit) - soll wieder auf Drängen Erdogans von einem Museum in eine Moschee umgewandelt werden.
 
Fürwahr keine weise Entscheidung, die im Jahr 1934 vom Staatsgründer der Türkei, Mustafa Kemal Atatürk, getroffene Entscheidung, die Hagia Sophia zwecks Wahrung des interreligiösen Friedens in ein Museum umzuwandeln, wieder rückgängig zu machen. Damit erinnert Recep Tayyib Erdogan nämlich unweigerlich wieder an die kriegerische Eroberung des christlichen Kontantinopels und der Hagia Sophia durch die muslimischen Osmanen im Jahr 1453.
 
Insofern ist die geplante Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee eine gewaltige Provokation Erdogans an die Adresse Griechenlands, Deutschlands, der EU und des christlich-jüdisch geprägten Europas - vermutlich als Reaktion auf eine Corona-Reisewarnung in die Türkei. Damit hat sich Erdogan weiter denn je von der EU entfernt, isoliert und abgegrenzt. Eine spätere Aufnahme in die EU ist somit faktisch unmöglich geworden.
 
Imagine - stellen Sie sich nur einmal vor, die GroKo 4.0 in Deutschland würde genauso mit Erdogans Zentralmoschee in Köln umgehen wie Erdogan mit der christlichen Hagia Sophia in Konstantinopel, das heißt, die größte Moschee Deutschlands und Europas würde einfach beschlagnahmt und in eine christliche Kirche umgewandelt werden. Was wäre wohl die logische Folge? Richtig, es würde mit Sicherheit zum Dschihad - einem (Un)Heiligen Krieg gegen die sog. Ungläubigen - kommen. Deshalb darf die christliche Hagia Sophia niemals wieder zur Moschee werden!


gez. Roland Klose, Bad Fredeburg
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