Durch die Corona-Wirtschaftskrise, die Kriege im Irak und Syrien, die Flüchtlingsströme und durch die massiven Ausfälle der Tourismusbranche ist das Erdogan-Regime nach dem gescheiterten Putschversuch massiv unter Druck geraten und hat bei der türkischen Bevölkerung stark an Zustimmung verloren.
 
Der aktuelle Konflikt mit Griechenland um die Erdgasvorkommen in der griechisch-türkischen Region ist das Resultat davon. Ein Wirtschaftskrieg zwischen der Türkei und Griechenland droht. Denn, wenn sich die Lage von Staaten innenpolitisch zuspitzt, dann sucht man oft sein Heil in außenpolitischen Erfolgen, in dem man einen Krieg anzettelt und auch durchführt, um so den Zusammenhalt in der Bevölkerung wieder zu stärken. Erdogans Türkei scheint ähnlich zu ticken.
 
Deshalb muss die NATO und auch die EU jetzt unbedingt diplomatisch gesehen aktiv werden und zwischen den Konfliktparteien vermitteln, damit der Streit erfolgreich beigelegt werden kann - ehe es zu spät ist.


gez. Roland Klose, Bad Fredeburg

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