Immer bei Wahlen zeigt sich deutlich, dass schon die griechischen Demokratien höchst undemokratisch waren. Schlossen sie doch alle Frauen von der Wahl aus.

Das hat sich zwar gebessert, aber besonders demokratisch sind die westlichen Demokratien trotzdem so wenig, dass man sie eigentlich in Anführungsstriche schreiben müsste.
Denn: ein Viertel bis ein Drittel der Bevölkerung ist einfach von der Wahl ausgeschlossen. So, als gäbe es sie gar nicht: die Kinder und die Entmündigten.

Dabei wäre doch erst ein Parlament, das ALLE bestimmen, demokratisch und würde nicht das Gschmäkle einer Diktatur der Mündigen über die Underdogs haben.

Es wäre überhaupt kein Thema, den demokratischen Idealzustand herzustellen: dazu wären nur die Stimmen der Unmündigen ihren Vertretern zu geben, ob Eltern, ob Vormund. Das sind die Menschen, die genau wissen welche Partei ihre Kinder und Mündel brauchen.

Dann hätte eine alleinerziehende Frau mit fünf Kindern sechs Stimmen und genau das wäre die gerechte Wahrheit.

Alles andere ist verlogene Unterdrückung von Minderheiten.

In Athen hatten Frauen keine Lobby, in allen unseren Demokratien haben Kinder und Demente keine Lobby.
Wird Zeit, dass wir das ändern. Denn dieses Wahlrecht ist Unrecht.

Michael Maresch


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