Meines Erachtens muss man Erdogan keine Zugeständnisse hinsichtlich der NATO - Erweiterung mehr machen. Seit dem katastrophalen Erdbeben, an dessen Folgen er nicht unschuldig ist, ist er in seinem Land angezählt und wird die nächste Wahl nicht gewinnen. Man kann ihm dies entweder zu verstehen geben oder einfach abwarten.


Renate Voss-Obst


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Ein Kommentar

  • #RE: RP vom 21.02.23 A6 Politik " Breiter Beistand..." — </strong><strong>Dieter Heußner  2023-02-22 14:18 Erdogan ist ein gewiefter Taktiker. Ihm geht es darum, möglichst viel für sein Land herauszuholen und selbst gut dazustehen. Im Gegensatz zu unseren Politikern, die sich an "unseren Freunden" orientieren, hat er die Interessen seines Landes vor Augen. Er handelt nach der Devise des früheren Staatspräsidenten de Gaulle: "Staaten haben keine Freunde. Staaten haben Interessen!".Ob die Folgen des schweren Erdbebens ihm angelastet werden, ist fraglich. Er wird zu Recht darauf verweisen, dass es für den Bau von Gebäuden in von Erdbeben gefährdeten Gebieten klare Vorschriften gibt, und er wird diejenigen zur Rechenschaft ziehen (lassen), die a) gegen diese Vorschriften verstießen und b) die Baupläne nicht kontrollierten bzw. die Gebäude trotzdem als "gemäß den Vorschriften gebaut" abnahmen.Erdogan ist teflon-beschichtet, ihn wird das alles nichts anhaben.Trotzdem wird der Wahlausgang interessant sein.Interessant wird auch sein, ob die Türkei mittelfristig unter seiner Führung (bzw. unter der Führung seiner Nachfolger) aus der NATO austritt.