In der heutigen SVZ veröffentlichte Burghard Ewert einen sehr interessanten Beitrag unter dem Titel „Ukraine verteidigt westliche Werte - aber hält sie sich auch daran?“.
Darin wird in 7 Punkten aufgezählt, um welche Werte es geht.
1. Das Wahlrecht wird wegen des Krieges ausgesetzt, aber auch weil die Partei Selenskis höchstwahrscheinlich abgewählt würde.
2. Das Parlament in Kiew ist de facto entmachtet. Oppositionellen Parteien wurde die politische Betätigung untersagt.
3. Die Arbeitsbedingungen für in- und ausländische Journalisten sind schlecht. Auch staatsnahe Medien können nicht unabhängig und frei berichten.
4. Reisefreiheit gibt es nicht.
5. Kriegsdienstverweigerung wird strafrechtlich verfolgt.
6. Korruption blüht auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens.
7. Menschenrechte spielen keine Rolle. Bürgerliche Freiheiten und Rechtsstaatlichkeit werden missachtet.
Aber vielleicht kann man die so genannten westlichen Werte auch anders interpretieren und wie in der Ukraine zelebrieren. Es ist wohl immer eine Frage des Standpunktes und der Zweck heiligt die Mittel. Also sollte man in deutschen Medien mal die „westlichen Werte“ beleuchten und auf Herz und Nieren prüfen. Auch hierzulande gibt es manches zu beanstanden und nicht alles, was als Gut bezeichnet wird, ist gut und der als Böse verrufene ist nicht automatisch böse.
Unsere hoch gelobte Demokratie hat augenblicklich keinen besonders guten Ruf, ob es um LNG Terminals vor Rügen, um Migrationspolitik oder um den Umgang mit der AfD geht. Da wird viel über die Köpfe der Leute hinweg entschieden. Wunsch und Willen der Bevölkerung spielen keine Rolle.
Mit nachdenklichen Grüßen
I. Hollnagel
Teilen, Hinweis der Redaktion, Kommentieren und Bewerten in den sozialen Netzwerken und in der Bürgerredaktion: