Die Zeit: 24.4.2014
Liebe Zeit Redaktion,
erlauben Sie mir ein paar Sätze zu den Artikeln vom 24.4.2014
-  man werde keinen Praktikanten auffordern, das Projekt  „Oligarcheninselausbau“ zu planen und durchzuführen? Irrtum. Die Ära jüngelhafter Praktikanten mit dem ersten Bärtchen um die Lippen, mädchenhafter Praktikantinnen ist vorbei. Heute sind hochqualifizierte Jungakademiker  (wir sprechen von brillanten jungen Leuten, die mindestens fünf Sprachen perfekt können und mit 21 Jahren habilitiert haben)  jahrelang als „Praktikant“ tätig, in der Hoffnung irgendwann ein vollwertiges Mitglied unserer Gesellschaft zu werden.Bezahlt eben.

- In welchem Jahrhundert lebt denn dieser Herr Scheurl, Walter? Ich empfehle ihm, einen dieser im Internet zugänglichen Tests zu absolvieren, um bei einer Bank, einer internationalen Institution oder dem Auswärtigen Amt einen Praktikumsplatz zu bekommen. Fünf Stunden im Netz ist sicher kein Problem für ihn. Aber bitte nicht schummeln! Die Zeit ist einzuhalten! Im 30 SekundenTakt haben Sie dann Graphiken zu interpretieren, vorausschauende Prognosen anzustellen (die Grundrechenarten werden hier angewandt, auf Tempo und durchaus praxisbezogen).
Summa sumarum: Bravo! Die Matheplaner der Hamburger Behörde sind im Trend und bereiten unsere Jungs und Mädels auf eine harte Zukunft vor. Denn heute - egal welche Eingangsvoraussetzungen sie mitbringen werden - einen Job zu finden, der ihren Qualifikationen entspricht, ist wie ein Lottogewinn.
Herr Scheuerl: Spielen Sie nicht Beppe Grillo!

Beste Grüße, Barbara Collet
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