Hanau: Kieser-Training nur für ganz Fitte - QR Code Friendly
Für 55 Euro im Monat regelmäßige Erkältung gratis
Kieser-Training in Hanau nur für ganz Fitte
 
Kennst de schon dit neue Lied, mach die Türe zu, et zieht… hat meine Oma immer gesungen, wenn ich Türen und Fenster aufgelassen habe. Nun mag bei derzeitigen Temperaturen ein wenig Zugluft erwünscht, wenn nicht sogar notwendig sein - warum allerdings eine ganze Trainingshalle ausschließlich per Durchzug zu lüften ist, will mir nicht so recht einleuchten.
 
Im Klartext heißt das: Wenn beim „Kieser“ in dem kleinen separaten Arztzimmer die Luft verbraucht ist, müssen - auch in den kalten Monaten - alle Fenster im gesamten Trainingszentrum geöffnet werden. Andersherum genauso: Wenn gleich drei Leute geduscht und die verschiedenen Deo-Düfte durch die Halle wabern, kann weder der Umkleidebereich getrennt belüftet werden, noch bleiben Arzt und Patient im Sprechzimmer verschont - die Fenster gehen alle nur gleichzeitig auf, und zwar rund um den Trainingsraum herum. Wer dann gerade das Pech hat, nass geschwitzt in der Mitte der Halle zu trainieren, wird anständig durchgepustet - zu jeder Jahreszeit.
 
Auf Nachfragen schaltet das Personal leider auch nur auf „Durchzug“, ja ja sehr  schlimm, aber wir können und dürfen nichts ändern… Da frage ich mich allerdings, wie ein Unternehmen mit 110 Trainingsstätten in Deutschland mal einfach das Lüftungsproblem bei der Konzeption vergessen kann. Sind sie bei den Planern des neuen Berliner Flughafens zur Schule gegangen oder verlassen sie sich einfach darauf, dass sie auch bei geringstmöglichem Aufwand von den spendablen Hanauern den so gar nicht geringen Betrag von 55 Euro pro Monat kassieren können?
 
Hat denn wenigstens schon mal jemand darüber nachgedacht, dass es ja vielleicht nicht gleich eine Klimaanlage sein muss? Ganz sicher findet sich in Hanau ein geschickter Elektriker, der den Öffnungsmechanismus der Fenster so verändern kann, dass beispielsweise nur die Fenster auf einer Seite der Halle zu öffnen wären, ebenso das Arztzimmerfenster oder auch das im Physiotherapie-Bereich. Wenn es beim Training nicht mehr auf gut Norddeutsch „wie Hechtsuppe ziehen würde“ oder man sich wie in Österreich "wia in oam Voagerlhauserl" fühlte, wäre das wohl schon mal ein Anfang. 
 
Christine Kühn
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