Unentschuldbare Barbarei - Terror ist die größte Beleidigung des Islam (gedruckt) - QR Code Friendly
SZ vom 14.01.2015, Seite 15, Titel "Sitzet nicht bei Ihnen"
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In Anbetracht der Tatsache, dass der Prophet Muhammed (s.a.w.s.) selber immer mit Nachsicht und Milde auf persönliche Beleidigungen reagierte, macht mich als praktizierenden Muslim sehr nachdenklich, ja geradezu wütend, wie Leute in Gottes und seinem Namen zu Gewalt aufrufen können und diese auch ausführen.
Anschläge und Terror sind nicht mit dem Islam zu legitimieren und sind in der Tat die größte Beleidigung des Islams, der Muslime und alles Menschen.
Überlesen Menschen, die zu solchen Taten fähig sind, dass jede Sure im Koran mit "Gnade und Barmherzigkeit" anfängt, und zwar in der Kapitelüberschrift!
Die erste Sure, welche als Kulmination des Koran gilt hat in nur 7 Versen 4 mal diese Begriffe!
Übersehen Sie, dass Gott im Koran klipp und klar sagt, dass Mord und Totschlag verboten sind und dass Er selber die Menschen zu einem Glauben und einer Denkweise bekehrt hätte, hätte ER das gewollt!
Kurzum, diese unentschuldbare Barbarei sprengt jede Grenze religiöser Prinzipien und steht im klaren Widerspruch zu allen Glaubensinhalten des Islam.
Meine Gedanken und innigsten Gebete sind mit den Hinterbliebenen der Anschlagsopfer.
Und was sagt der Koran als Anweisung, wenn man seine religiösen Gefühle verletzt sieht:
 „Sitzet nicht bei ihnen (den Spöttern), bis sie zu einem anderen Gespräch übergehen…“
Nirgends steht etwas von Gewalt!
Der Islam erlaubt unter keinen Umständen eine feindliche Haltung gegenüber Kritikern, geschweige denn eine Gewalttat.
Durch die Ermordung von 12 Menschen haben die Attentäter nach den Grundprinzipien des Islam einen 12-maligen Anschlag auf die Menschheit verübt .
Vielleicht sollten alle, die Hass und Abneigung verspüren und zu Gewalt neigen einfach anschauen, wie der Prophet (s.a.w.s.) selber über diesen Menschentypus geurteilt hat.
In einem Hadith sagte er, dass nur diejenigen Muslime sind, "vor deren Zunge und Hand all seine friedlichen Mitmenschen sicher sind.“
Die Gräuel und das Unheil solch frevelhafter Angreifer zielen einzig auf die Schwächung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Toleranzfähigkeit unseres Wertesystems, säen Hass und Zwietracht und diffamieren die überwältigende Mehrheit der friedlichen und integrierten Gläubigen.

Viele Grüße,
Dipl.-Ing. Mustafa Ljaic, Stuttgart
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