Zwei Länder, ein Schicksal – Griechenland und die Ukraine vor dem Ruin - QR Code Friendly
Frage: Was hat Griechenland mit der flächenmäßig fast sechsmal und bevölkerungsmäßig mehr als viermal so großen Ukraine gemeinsam? Antwort: Beiden Staaten steht das Wasser bis zum Hals! Und in beiden Ländern sind die gleichen Hauptschuldigen für die prekäre Lage auszumachen, nämlich ebenso skrupel- wie gewissenlose Geschäftemacher, denen das Schicksal ihrer Heimatländer am Arsch vorbeigeht und die selbst aus der Not und dem Elend ihrer Landsleute noch Profit schlagen; Leute, die Unsummen Geldes am Fiskus ihrer Herkunftsländer vorbei - also illegal - ins Ausland verschoben haben.  Die zwielichtige Ukrainische "Gasprinzessin" Julija Tymoschenko und der griechische Reedereierbe und Playboy Stavros Niarchos sind typische Vertreter dieser Spezies, für die "Solidarität" ein Fremdwort ist. Dabei geht es um gestohlenes Geld, denn kein Mensch kann mit Geschäftstüchtigkeit allein Milliardenbeträge verdienen , geschweige denn mit ehrlicher Arbeit. Gemäß dem Sprichwort, wonach der Hehler der gleiche Lump ist, wie der Stehler, müssen sich jedoch alle an die Nase fassen, die ihnen bei ihren Betrügereien geholfen haben oder immer noch helfen; gewisse Staaten ebenso, wie bestimmte Banken, womit wir bei der Schweizer Filiale der britischen Großbank HSBC wären. Bei dieser größten Privatbank Europas hatten (Stand: 2007) Kunden aus über 150 Ländern auf ca. 30.000 Konten mehr als 118 Milliarden US-Dollar versteckt. Neben Diktatoren und nahöstlichen Potentaten, Waffenhändlern und anderen Kriminellen, hatten auch Prominente aus Sport, Politik und Wirtschaft dort ihr Schwarzgeld gebunkert. Es versteht sich von selbst, daß auch die Namen deutscher Kontoinhaber in den Büchern der HSBC-Bank auftauchten – Uli Hoeneß läßt grüßen! Angesichts der Hilflosigkeit einer naiven EU und dem zahnlosen Tiger IWF gegenüber den Machenschaften dieser Großbetrüger und deren Helfershelfer kommt einem unwillkürlich die "Internationale" mit dem Text ihrer zweiten Strophe in den Sinn, wo es heißt:

"Es rettet uns kein höh’res Wesen, kein Gott, kein Kaiser, noch Tribun.  Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun!"
Wir müssen tatsächlich selber etwas tun, denn die Zeche haben wir allemal zu bezahlen, soviel ist gewiß. Gewiß ist aber auch, daß Griechenland und die Ukraine nicht bei der EU zum Betteln gehen bräuchten, wenn sie die hinterzogenen Steuermilliarden ihrer superreichen Landsleute aus dem Ausland zurückbekommen würden. Hier wäre auch unter den Staaten Solidarität gefragt, aber auf diesem Ohr ist man besonders in London taub; schließlich sind nach Schätzung der dortigen griechischen Botschaft allein 40.000 Griechen im "safe haven" von London ansässig, darunter wohl die halbe "jeunesse doree" Griechenlands. Aber auch dubiose Leute wie der russische Oligarch und Milliardär Michail B. Chodorkowski sind den Engländern willkomen, Hauptsache der Finanzplatz London boomt. Moralische Bedenken in Bezug auf die Kundschaft und die Herkunft ihres Vermögens interessieren hierbei nicht. "England zuerst!" lautet die Devise und auch im Geschäftsleben gilt für die Briten: "Right or wrong - my country!"
   
Dr. Werner J. Leitmeier
Ingolstadt
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Kommentare

# Michael Maresch 2015-02-13 22:51
Das spricht mir aus der Seele

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