Die eigentlichen Profiteure von Rentenversicherungsverträgen - QR Code Friendly
Wann haben Sie das letzte Mal einen kritischen Blick auf Ihre Renten- und Altersvorsorgeverträge geworfen?
Vielleicht ist es ratsam, dies jetzt zu tun!
 
Die Fakten:
 
Vor sieben Jahren unterzeichnete die Verfasserin dieses Leserbriefes einen – wie sich herausstellte – völlig unrentablen Altersvorsorgevertrag bei einem namhaften Versicherungskonzern mit Sitz in Köln-Holweide. Es handelte sich dabei um die Investment-Police TwinStar Rente Klassik.
Nach eingehender Beratung und Begutachtung dieses Versicherungsvertrages durch einen unabhängigen Versicherungsberater 2014 wurde angeraten, diesen Vertrag umgehend zu kündigen, da errechnet wurde, dass allein im ersten Jahr 45% der Einzahlungen nur für Provisionen, Abschluss- und Verwaltungskosten sowie weiterer Kosten in Abzug gebracht wurden.
 
Der im Februar 2014 gestartete Schriftwechsel mit der Bitte, den Rückabwicklungsbetrag zu beziffern, wurde in mehreren Schreiben kategorisch abgelehnt. Stattdessen wurden die Kosten des Vertrages wie auf einer Speisekarte aufgelistet; die Auswahl war reichlich, nur nicht ganz so schmackhaft für die Konsumentin. Den Schmaus genießen sollte ja auch die Versicherung.
 
Schnelles Handeln war gefragt: Um an einen Großteil des Geldes wieder zu kommen, wurde ein Fachanwalt für Banken- und Versicherungsrecht  beauftragt.
Dieser teilte eine andere Rechtsauffassung als die Versicherung, da nicht-ordnungsgemäß über das Widerrufsrecht und ihre Folgen belehrt wurde.  
(Obacht:  Ab dem 1.Januar 2008 traten rechtliche Änderungen bei Lebensversicherungsverträgen in Kraft).
 
Der Weg der Klage war damit geebnet.
Pech für die besagte Versicherung war, dass sie es versäumt hatte, in ihren Vertragsbedingungen diese neue rechtliche Regelung über die ordnungsgemäße Belehrung des Widerrufsrechtes einzubringen.
 
Vierzehn Tage vor dem Verhandlungstermin wollte sich die Versicherung vergleichen lassen – eine erstaunliche Entwicklung, wenn man bedenkt, wie beharrlich man zuvor an der Rechtsauffassung festhielt – und bot der Klägerin einen Kleckerbetrag an.
 
Das Ende vom Lied war, dass die Klägerin vor Gericht recht bekam und wieder zu einem Großteil ihres Geldes kommen wird.
Die Nachricht, dass Tricksern rechtlich Einhalt geboten wird, tut gut.
 
Daher mein Rat: Ein Blick in Ihre Vertragsunterlagen lohnt sich.
Kämpfen Sie für Ihr Recht und gehen Sie gegebenenfalls den Weg der Klage! In meinem Falle haben sich gute anwaltliche Hilfe und persönliche Beharrlichkeit ausgezahlt.

Petra Schulz
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