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COVID-19: Die Maskenpflicht kommt nicht – die Maske der Politik fällt

 

„Oh nein, nicht noch eine Corona-Statistik!“

Länder nach Fällen pro Mio. Einwohner, Stand 3.4.2020[1]:

 

Südkorea: 195

Singapur: 179

Hongkong: 107

Macao: 63

VR China: 57

Japan: 20

Taiwan: 14

 

Deutschland: >1 000

 

Was haben die sieben erstgenannten Länder gemeinsam:

1. Sie gehörten zu den ersten betroffenen Ländern.

2. Große Teile der Bevölkerung leben in sehr dichten Städten auf engstem Raum.

3. Das Wirtschaftsleben ist bereits wieder weitgehend normalisiert.

 

Und noch eine Gemeinsamkeit haben diese sieben Länder:

Weite Teile der Bevölkerung tragen außerhalb des Hauses Gesichtsschutz.

 

Bund und Länder haben hingegen am 1. April, wohl leider nicht als Aprilscherz, erklärt, sie wollen auch künftig keine Gesichtsschutzpflicht einführen, weil es nichts bringen würde. Gegen eine Infektion, die hauptsächlich durch Tröpfchen übertragen wird. Aerosol- oder Schmierinfektion ist unwahrscheinlich. Das schreibt selbst das RKI in seinem aktuellen Coronavirus-Steckbrief.[2] Und rät trotzdem gleichzeitig zum Händewaschen als wichtigsten Schutz.

 

Deutschland. Das Land der COVID-19-Widersprüche und Missinformation.

 

 Gesichtsschutz: Offensichtlich für jedes Kind.

Die Lösung, diese Krise in den Griff zu bekommen ist simpel, billig und ohne größere Einschränkungen für Wirtschaft, Privatleben oder Gesundheit umsetzbar: Es ist der Gesichtsschutz.

Und nein, es muss keine Maske mit mindestens FFP2-Schutzklasse sein. Es muss nicht mal eine Maske sein. Es tut es auch ein Schal, Tuch oder sogar ein um den Kopf gebundenes T-Shirt.

Für alle Zweifler: Machen Sie doch mal ein kleines Experiment: Versuchen Sie mit einem Schal vor dem Mund jemanden anzuspucken. Das dürfte Ihnen etwas schwerer fallen, als ohne.

Auch dürfte es Ihnen schwerer fallen, fremden Speichel (Tröpfchen) über Mund oder Nase aufzunehmen, wenn diese durch ein Tuch bedeckt sind. Sicher, eine 100%-Filterung wird nie erreicht. Aber eine kritische Masse an potentiellen Erregern wird von diesem primitiven, mechanischen Filter aufgehalten. Damit verringern Sie Ihr Risiko, die für eine Infektion ausreichende Menge an Erregern aufzunehmen. Den Rest erledigt die Erstantwort des Immunsystems dann mit einer höheren Wahrscheinlichkeit. So zumindest in der Theorie. Für die Praxis schauen Sie sich den gemeinsamen Nenner der Länder an, die das exponentielle COVID-19-Wachstum bereits aufgehalten haben.

Die Aussage, es seien gar nicht genügend Masken vorhanden ist aus zwei Gründen kein Argument: Es braucht keine Maskenpflicht, sondern eine Gesichtsschutzpflicht. Jeder Bürger soll seinen Mund und Nase bedecken. Das ist ohne größeren Aufwand sofort umsetzbar, billig bis kostenlos und durch die Polizei leicht kontrollierbar.

Und zweitens, selbst wenn mehr Menschen Masken bestellten: Jeder der auch nur die Grundzüge des Kapitalismus versteht, weiß: Höhere Nachfrage führt zu höheren Preisen, die wiederum zu höherer Produktion des nachgefragten Produkts führen. Spätestens, wenn ich 50€ für meine selbstgenähte Maske bekomme, werde sogar ich in Unmengen welche basteln. Sehen kann man das z.B. an den Automobilherstellern und Zulieferern, die jetzt Masken herstellen. Außerdem werden weniger Masken verschwendet, wenn diese teurer sind.

Wenn aber weniger bestellt werden, werden auch weniger produziert und es wird weniger sparsam damit umgegangen. Obwohl diese Masken jetzt so wichtig wären, findet das Marktsignal nicht in der maximalen Stärke statt, weil unsere Politiker die Bürger vom kaufen abraten.

Die Entscheidungen unserer Politiker wird unser Land in eine tiefe Krise stürzen. Nicht nur gesundheitlich, sondern auch wirtschaftlich. Mit Mundschutz könnten viele Menschen wieder arbeiten. Ohne diese billige Lösung wird unsere Eurozone gesundheitlich und wirtschaftlich ruiniert. Millionen werden sterben. Noch viele, viele mehr werden aufgrund von Insolvenzen arbeitslos. Unzählige Familienhäuser werden ohne die Gehaltszahlungen zwangsversteigert. Dieser Weg deutet sich an. Ohne Gesichtsschutzpflicht wird das leider Realität werden. Ich hoffe, ich liege falsch. Lesen Sie diesen Artikel doch in 12 Monaten wieder.

Warum aber entscheiden sich die Politik gegen diese so offensichtliche (im wahrsten Sinne des Wortes) Lösung?

Mir fallen zwei mögliche Antworten ein:

Ignoranz oder willkommene Begründung für systematischen Überwachung

I. Unsere Politiker sind zu inkompetent.

Die Politiker verkennen das Chancen-Risiko-Verhältnis. Denn was riskieren sie schon mit einer Gesichtsschutzpflicht im Vergleich zu dem, was sie damit gewinnen könnten? Sie verkennen auch den medizinischen Aspekt. Ein Gesichtsschutz ist eben v.a. bei einer Tröpfcheninfektion hoch effektiv. Sie verkennen letztlich auch die empirische Beobachtung, die jedes Kind versteht: Länder mit Gesichtsschutz haben die Lage bereits völlig im Griff und deren Wirtschaft wird deutlich weniger geschädigt.

II. Das Ziel der Politik ist, Überwachung durchsetzbarer zu machen.

Diese Erklärung wäre für meinen Geschmack eigentlich zu verschwörungstheoretisch gewesen, wenn nicht in der Tagesschau vom 1. April[3] unmittelbar nach der Info, Bund und Länder hätten sich geeignet auch künftig keine Gesichtsschutzpflicht einführen zu wollen, nicht die von der Bundeswehr entwickelte App beworben worden wäre. Sie ermittelt per Bluetooth, wer mit wem Kontakt hatte, um dann Menschen zu informieren, die in der Nähe von später Positivgetesteten waren.

Die App soll zunächst nicht verpflichtend sein. Damit die App aber die Verbreitung verlangsamen würde, müssten mindestens Zweidrittel der Bevölkerung sie nutzen, so die Tagesschau. Das ist bei einer freiwilligen, überwachenden ‚Gesundheitsapp‘ unwahrscheinlich. Würden hingegen Zweidrittel Gesichtsschutz tragen, hätte man mindestens genau soviel erreicht, wie mit einer Überwachungsapp, was man den den oben genannten, sieben Ländern deutlich sehen kann.

Ich weiß nicht, welche der beiden Erklärungen schlimmer ist.

Ich möchte alle Leser zu dem aufrufen, was wir tun können:

1. Halten Sie Abstand. Schützen Sie Ihren Mund und Ihre Nase mit einem Gesichtsschutz. Nehmen Sie zur Not, was Sie haben. Ein Tuch, Schal oder T-Shirt ist besser als nichts.

2. Setzen Sie sich politisch für die Gesichtsschutzpflicht ein. Kontaktieren Sie Politiker. Entgegnen Sie Jedem, egal ob Freunden oder Ärzten und Wissenschaftlern, die behaupten, ein Gesichtsschutz würde nichts bringen, mit den offensichtlichen Widersprüchen zu den Fakten. Nämlich, dass es sich um eine Tröpfcheninfektion handelt und dass Länder, in denen die Bevölkerung Gesichtsschutz verwendet, ein deutlich geringeres Infiziertenwachstum haben als andere Länder.

3. Reagieren Sie empfindlich auf alle Maßnahmen, die bedenklich für die Privatsphäre der Bevölkerung scheinen. Orwell lehrt uns: Privatsphäre ist die Grundlage für Freiheit. Sollte eine Regierung irgendwann wissen können, was der einzelne Bürger tut und zu wem er Kontakt hat, wird ein Systemwechsel nicht mehr möglich sein, weil jeder regierungskritische Initiative oder sogar Meinung im Keim erstickt würde. Ein Systemwechsel ist ab dann nicht mehr möglich; eine unumkehrbare Dystopie ist erreicht.

Wir steuern darauf zu. Nicht nur technologisch. In der westlichen Welt offenbarte sich das spätestens mit den Veröffentlichungen Snowdens; in der östlichen Welt kann man die VR China diesen Weg beschreiten sehen.

Weil es sich um einen schleichenden Prozess über mehrere Generationen handeln kann, ist es umso wichtiger, diese Entwicklung zu erkennen und ihr entgegenzuwirken.

Diese mögliche nachhaltige Wirkung des Coronavirus ist noch gefährlicher, als die wirtschaftliche.

Die Geschichte zeigt uns nicht nur wie jung, sondern auch wie zerbrechlich ein freiheitliches politisches System ist. Die Weimarer Republik ist dafür nur ein Beispiel von vielen. Freiheit ist viel weniger selbstverständlich und viel zerbrechlicher, als die meisten annehmen.

[1] https://www.worldometers.info/coronavirus/

[2] https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html

[3] https://www.youtube.com/watch?v=bNBoyGVXSe0

 
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Autor: Maximilian Born

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