Warum nur schmähen alle Kardinal G. L. Müller? - QR Code Friendly

Als ehrgeizigen Selbstaufbesserer, Großspendenverwahrer in der Würstchendose, Glorias Turbotheologen, Benedikts Spitzenoffizier, Wadlbeißer etc. hat man ihn schon mehrfachbezeichnet. Man mag eigentlich keinen Cent mehr hergeben für den geschassten Präfekten der römischen Glaubensadministration, seit seine andauernde und vorlaute theologische Rede> gegen Papst Franziskus ruchbar wurde und dieser ihm gezeigt hat, wo der >Bartl den Most holt<, als er ihn vor die Türe gesetzt hat. „Ruchbar wurde“ will sagen, >nix gwiss woas ma net< (für Nicht-Bayern: die Gerüchteküche weiß nichts Bestimmtes, um ihn um den letzten guten Ruf zu bringen. Der jetzt >freie Radikale< hat jüngst mit seinem ebenfalls geschassten Kollegen Vigano eine Resolution herausgebracht, die in verschiedenen Agenturformulierungen als „dumm“ und „kirchendiskriminierend“ bezeichnet wurde. Müller beklagt sich in dem Dokument, begleitet von heftigen Unterstützungskommentaren der Fürstin Gloria, über Religions- und Meinungsbehinderung, Unterdrückung der katholischen Kirche, eine zu erwartende antichristliche Weltregierung, gesellschaftlichem Moralverfall etc. Sein> Wehdam< (Selbstmitleid) über den römischen Rausschmiss wird in seinen Reaktionen auf die öffentliche Kritik fast körperlich spürbar. Um Reue zu zeigen, hat er sich vor nicht zu langer Zeit zur Restaurierung seines Ansehens sogar im Trainingsanzug für ein Journal (das sonst schon mal auch lockere Frauenbilder zeigt) fotografieren lassen, was für ihn einer ungeheuren Erniedrigung gleichkommen muss.

Ich finde, die Kritik an Kardinal G.L. Müller sollte es nicht übertreiben. Er musste schließlich als Emeritus eine erhebliche Kürzung seines Einkommens hinnehmen und hat jetzt vermutlich auch kein Dienstauto mehr. Ich schlage zur Klärung aller Anfeindungen gegen ihn vor, eine Anti-Diffamierungskommission, bestehend aus Exbundeskanzler Schröder und Fürstin Gloria (die ja ähnliche Kampagnen schon hinter sich haben) zu begründen. Sie sollen bei der Stofffülle zweimal wöchentlich zusammentreten (meinetwegen auch per Videokonferenz) und dann über Müller in der Soutane und im Trainingsanzug endgültig urteilen. Schließlich geht es ja doch darum, ob er noch >papabile< ist.

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Autor: Dipl. Rechtspfleger a.D. Alfred Gassner

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