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Wer oder was hat in Brüssel beim EU-Gipfel gesiegt: Die Solidarität oder die Angst? Hat das Wissen um die Zusammengehörigkeit der Europäer die Oberhand gehabt oder die Angst vor China und seiner Wirtschaft? Beide haben gesiegt.

Aber vielleicht sollen wir doch gerade die europäische Solidarität nicht unterschätzen. Solidarität heißt Zusammenhalten, heißt Pflege der Nachbarschaft, ja sogar Nächstenliebe.

Woher kommt die Idee der Nächstenliebe nach Europa?

Meine Antwort: Von dem Mann aus dem Nahen Osten, dem Mann aus Nazareth. Er ist für die Seinen gestorben, er hat sich bis zum Tod für die Seinen, für alle Menschen eingesetzt. Sein Zeugnis kam aus dem Nahen Osten vor allem nach Europa.

Die Idee der Nächstenliebe gehört zu den Wurzeln Europas. Und hier erlaube ich mir die Frage: Kann man langfristig Europa bauen, wenn man nur auf Recht und Finanzen baut und Religion ganz außer Acht lässt? Spielen Religion und Christentum für Gesellschaft, Staat und Politik  gar keine Rolle? Kann das langfristig gut gehen? Ist es der große Irrtum Europas, daß seine Verantwortlichen nie von Gott sprechen? Hätte in Brüssel nicht einmal einer der Teilnehmer sagen können: „Aufgrund meines Glaubens an Gott bin ich für europäische Solidarität – auch wenn sie Opfer kostet?“

Kann man langfristig Europa aufbauen, ohne von Jesus Christus als Quelle unserer Kultur zu sprechen?

Herzliche Grüße

P. Eberhard Gemmingen SJ

Im Einsatz für Glaube und Gerechtigkeit

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Pater Eberhard v. Gemmingen SJ
Autor: Pater Eberhard v. Gemmingen SJ

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